Die Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hat sich zur Ermordung von zwei französischen Journalisten in Mali bekannt. Das Attentat sei eine Reaktion auf die "Verbrechen Frankreichs gegen die Malier und den Einsatz der afrikanischen und internationalen Truppen gegen die Muslime in Azawad".
Die Erklärung wurde am Mittwoch von der mauretanischen Nachrichtenagentur Sahara Medias veröffentlicht. Azawad ist der Name der hauptsächlich von Tuareg bewohnten Region im Norden Malis.
Die beiden Journalisten des Senders Radio France Internationale (RFI) waren am Samstag nach einem Interview mit einem Anführer der Tuareg-Rebellen in der Stadt Kidal entführt und erschossen worden. Nach Angaben der malischen Sicherheitsbehörden wurden inzwischen mehr als 30 Verdächtige festgenommen.
Frankreichs Staatschef François Hollande erklärte, die Verbrechen "bleiben nicht ungestraft". Frankreich unterstütze die malischen Behörden und nutze "alle eigenen Mittel, damit die Verbrechen nicht ungestraft bleiben, wer auch immer die Täter sind".
Kidal liegt rund 1500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako an der algerischen Grenze und ist eine Hochburg der Tuareg-Rebellen und ihrer Nationalen Bewegung der Befreiung von Azawad (MNLA).
Anfang vergangenen Jahres starteten die Tuareg eine Rebellion, weil sie sich von der Regierung im Süden an den Rand gedrängt sahen. Nach ersten Erfolgen wurden sie von Islamisten verdrängt, mit denen sie zunächst verbündet gewesen waren.
Die französische Armee hatte Anfang dieses Jahres eine Offensive gegen die islamistischen Milizen gestartet, die bis dahin fast den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht hatten und in Richtung Süden vorrückten. Nachdem die Aufständischen erfolgreich zurückgedrängt worden waren, wurden Ende Juli Präsidentschaftswahlen abgehalten. (sda)
06.11.2013
Mali
Al-Kaida bekennt sich zum Mord an französischen Journalisten
Das Attentat sei eine Reaktion auf die "Verbrechen Frankreichs gegen die Malier".
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