Am 15. August veröffentlichten Blick und blick.ch einen Artikel, der sich mit der Wohnsituation von Roger Federer befasste. Kern der Berichterstattung waren «Neue Bilder der Traum-Villa in Rapperswil-Jona», wie die Unterzeile des Artikels in der gedruckten Zeitung lautete. Entsprechend prominent war der Text illustriert mit Bildern, welche die Federer Villa vom See aus zeigten.
Nur einen Tag nach der Veröffentlichung war der entsprechende Artikel auf blick.ch schon nicht mehr zugänglich, wie Inside Paradeplatz am 16. August vermeldete. Gründe für die Depublikation nennt Ringier nicht. Gegenüber der NZZ beschied die Medienstelle, «man kommentiere keine internen Abläufe und Entscheide». Nicht genannte Quellen im Unternehmen erwähnen indes Druck von Federers Seite.
Gemäss Einschätzungen von Juristen, welche die Zeitung befragte, seien solche Darstellungen gemäss der sogenannten Panoramafreiheit rechtlich zulässig, sofern keine Persönlichkeitsrechte verletzt würden. Daher, so die NZZ weiter, sei es wahrscheinlich, dass sich Ringier «weniger aus juristischen Bedenken» für eine Löschung des Online-Artikels entschieden haben, denn «aus Sorge um die guten Beziehungen zum Hause Federer.»
Im Blick-Epaper und in der Schweizerischen Mediendatenbank (SMD) sind der Artikel der gedruckten Ausgabe, inklusive der Bilder weiterhin auffindbar. Nur der Link auf den Online-Beitrag führt ins Leere. (nil)

