25.04.2013

SRF

Bald mit öffentlichem "Fernsehgarten"

Leutschenbach-Gelände soll effizienter genutzt und ausgebaut werden.

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) will mit einer besseren Ausnützung des Fernsehstudio-Geländes in Zürich-Leutschenbach Geld sparen. Zudem gibt es eine Öffnung für die Bevölkerung: die Zäune ums Areal verschwinden, ein öffentlich zugänglicher "Fernsehgarten" wird geschaffen.
 
In zwei ersten Ausbauetappen wird bis 2016 auf einer heute freien Fläche ein neues zentrales Technik-Gebäude gebaut, bis 2018 dann ein Informations- und Sport-Zentrum. Längerfristig gebe es auf dem Leutschenbach-Areal auch Platz für ein Radiostudio, sagte SRF-Direktor Ruedi Matter am Donnerstagabend vor den Medien. Konkret geplant sei allerdings diesbezüglich noch nichts.
 
Präsentiert wurden die groben Züge, wie das Gelände, auf dem seit 1973 Fernsehen gemacht wird, mittel- und längerfristig weiter entwickelt werden soll. Alles sei flexibel, damit die Pläne laufend an die geänderten Bedürfnisse angepasst werden könnten, hiess es.
 
In einem von SRF und der Stadt Zürich durchgeführten Studienwettbewerb erhielt ein Projekt des Zürcher Architekturbüros Penzel den Zuschlag für die "Standortentwicklung Leutschenbach".
 
Restaurant und Quartierplatz beim Haupteingang
 
Nicht mehr hermetisch abgeschlossen, sondern zugänglich für die Bevölkerung solle das Gelände des "Mediencampus Leutschenbach" sein, sagte Architekt Christian Penzel. Es werde viele Freiflächen sowie Fuss- und Veloverbindungen quer durch das Areal geben.
 
Ein neuer "Quartierplatz" ist beim Haupteingang des Fernsehstudios geplant, zudem ein öffentlich zugängliches Restaurant. Für Mitarbeitende und Besucher wird aufgrund städtischer Auflagen eine Tiefgarage erstellt.
 
Die erste Bauetappe mit dem Technikgebäude und der Tiefgarage wird durch Investoren finanziert, die etwa 90 Millionen Franken teure zweite Etappe mit Gebäuden für Information und Sport durch die SRG, wie Projektleiter Mario Denzler sagte.
 
Akuter Sanierungsbedarf
In den letzten 40 Jahren sei das Fernsehstudio "so gut wie möglich dem Wandel der Zeit angepasst" worden. Nun gebe es "akuten Sanierungsbedarf". Auch der Energieverbrauch der Gebäude soll deutlich gesenkt werden.
 
SRF will das Areal effizient und optimal ausnützen und die Immobilien-Betriebskosten langfristig um 33 Prozent oder etwa 10 Millionen Franken pro Jahr senken. Durch die Konzentration auf das Hauptareal und den Verkauf von dezentralen Immobilien könne ein Teil der Investitionen finanziert werden.
 
Das Grundstück des Fernsehstudios gehört der Stadt Zürich. Es wird SRF im Baurecht zur Verfügung gestellt. (sda)



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