08.09.2015

Axel Springer

"Bild" ohne Bilder

Die deutsche Boulevardzeitung verzichtet für einen Tag auf Fotos.
Axel Springer: "Bild" ohne Bilder

Die Boulevardzeitung "Bild" ist am Dienstag komplett ohne Fotos erschienen. "Wir wollen damit zeigen, wie wichtig Fotos im Journalismus sind", heisst es im deutschen Blatt zur Begründung. Als Beispiel wird das Bild des ertrunkenen Flüchtlingskindes Aylan genannt.

In den vergangenen Tagen hatte es eine Mediendiskussion darüber gegeben, ob es richtig sei, das Bild zu veröffentlichen. Einige Medien zeigten nur den Hinterkopf des Kindes, andere das Kind frontal mit verpixeltem Gesicht. Wieder andere Zeitungen und Portale zeigten das Bild gar nicht.

Über die Macht der Fotos schreibt die "Bild" nun: "Sie wecken Emotionen in uns. Sie zeigen schöne Momente, aber auch grausame. Sie lassen uns mit anderen Menschen mitfühlen." Fotos könnten auch beweisen, was Mächtige verstecken wollten.

Dort, wo sonst Fotos gedruckt sind, und auch in der Onlineausgabe waren am Dienstag graue Flächen zu sehen. "In der Zeitung und in unseren digitalen Kanälen verzichten wir auf Bilder", hiess es. Lediglich die Werbeanzeigen waren wie gewohnt zu sehen. (sda/dpa)


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