Eine telefonische Bombendrohung beim Westschweizer Fernsehen in Genf hat am Donnerstagvormittag die Polizei auf Trab gehalten. Sie hat sich inzwischen als Fehlalarm entpuppt. Die Direktion des Westschweizer Radio und Fernsehens (RTS) war von der Genfer Polizei gegen 10.50 Uhr über eine anonyme Bombendrohung informiert worden. Die Gebäude seien daraufhin vollständig evakuiert worden, schrieb die RTS in einem Communiqué.
Zwischen 10.55 und 11.05 Uhr hätten fast 1000 Personen die Gebäude verlassen und sich in einem nahe gelegenen Park versammelt, sagte RTS-Direktor Gilles Marchand. Laut Polizei hatten darauf hin sechs Experten und drei Sprengstoffspürhunde die Räumlichkeiten durchsucht. Gefunden wurde jedoch nichts. Kurz nach Mittag konnten die RTS-Angestellten wieder zurück an ihre Arbeitsplätze gehen..
Drohung aus öffentlicher Telefonzelle
Währenddem das Gebäude leer war, wurden die Fernsehprogramme automatisch ausgestrahlt. Die Lokalitäten der Redaktion, welche die Nachrichtensendung "12:45" produziert, waren relativ schnell kontrolliert worden, damit die Sendung rechtzeitig ausgestrahlt werden konnte. Die Polizei suche nun nach dem anonymen Anrufer, sagte Jean-Philippe Brandt, Mediensprecher der Genfer Kantonspolizei. Die Bombendrohung war bei der Polizeizentrale um 10.16 Uhr eingegangen. Die Person rief von einer öffentlichen Telefonzelle auf dem Place des Charmilles aus an und drohte, in 30 Minuten würde eine Bombe explodieren. Polizeiexperten suchen vor Ort nun nach Zeugen und sonstigen Spuren des Täters.

