Die Schweizer TV-Landschaft präsentiert sich im ersten Halbjahr 2025 stabil: Täglich schauten 4,6 Millionen Personen (3+) klassisches Fernsehen – das entspricht einer Tagesreichweite von 60 Prozent. Die durchschnittliche Nutzungsdauer betrug 175 Minuten, wobei bereits 29 Prozent des Konsums zeitversetzt erfolgte, wie Mediapulse mitteilt.
SRF dominiert mit 33,2 Prozent Marktanteil
SRF erzielte mit 33,2 Prozent Marktanteil den vierthöchsten Wert seit der Messumstellung 2013 und den höchsten Wert in einem Halbjahr ohne Grosssportereignisse. In der Hauptsendezeit (19 bis 22.30 Uhr) erreichte SRF 40,9 Prozent, auch bei den 15- bis 29-Jährigen ist SRF mit 29,2 Prozent ganztags marktführend.
Die meistgesehene Sendung war laut einer SRF-Mitteilung die Lauberhorn-Abfahrt mit 965'000 Zuschauern (80,1 Prozent Marktanteil) – der höchste Wert seit 2015. Franjo von Allmens WM-Abfahrtssieg erreichte 925'000 Zuschauer. Der Eurovision Song Contest aus Basel kam auf 764'000 Zuschauer (58,2 Prozent) – den höchsten ESC-Wert seit 2013.
Der Bergsturz in Blatten führte zur meistgesehenen «Tagesschau» mit 878'000 Zuschauern (68,7 Prozent). Die Hauptausgabe erreichte im Halbjahr durchschnittlich 597'000 Zuschauer (52,7 Prozent) – der höchste Wert ausserhalb der Pandemiejahre. Das Eishockey-WM-Final gegen die USA verfolgten 943'000 Zuschauer (55,5 Prozent).
Online verzeichnete SRF fast 3,3 Millionen tägliche Visits, die News-App erreichte einen Rekordwert von 570'000 Nutzern. Das Dating-Format «Alone Together» erzielte 650'000 Starts und ist das erfolgreichste Unterhaltungsformat auf Play SRF, so SRF.
CH Media erreicht Primetime-Rekord bei Jungen
Die nationalen Sender von CH Media (3+, 4+, 5+, 6+, 7+, TV24, TV25, S1) erzielten im April einen Rekord von 14,1 Prozent Marktanteil in der Primetime bei den 15- bis 49-Jährigen. Haupttreiber waren die Eishockey-Playoffs mit 13,8 Prozent (+25 Prozent) und «Sing meinen Song» mit 14,5 Prozent (+37 Prozent) in derselben Zielgruppe. Bei den 15- bis 34-Jährigen erreichte die Musiksendung sogar 18,2 Prozent. Täglich erreichten die Sender 942'000 Zuschauer, so CH Media.
TeleZüri als führender Regionalsender
TeleZüri erreichte einen Marktanteil von 12,2 Prozent in der 18-Uhr-Stunde und bezeichnete sich als «meistgesehener Privatsender im Versorgungsgebiet Zürich-Nordostschweiz». Der «SonnTalk» kam auf 1,127 Millionen Zuschauer, wie CH Media mitteilt.
TeleBärn und Tele M1 steigern Marktanteile
TeleBärn und Tele M1, die konzessionierten Sender der AZ Medien, konnten ihre Marktanteile in der 18-Uhr-Stunde steigern. TeleBärn erreichte mit der Schwingfestberichterstattung kumuliert über diverse Formate 476'000 Zuschauer, das Mittelländische Schwingfest kam auf 29,4 Prozent Marktanteil, heisst es.
TVO und Tele 1 mit neuen Formaten
TVO erreichte täglich 102'000 Zuschauer und 4,5 Prozent Marktanteil zur Live-Stunde im Versorgungsgebiet. Die neue Wirtschaftssendung «Mini Firma» kam auf 181'000 Zuschauer. Tele 1 steigerte den Marktanteil auf 7,3 Prozent in der Live-Stunde. Die Fasnachtsberichterstattung erreichte 700'000 Zuschauer, die Tagwache 57,6 Prozent Marktanteil. Beide Sender zeigten zudem Schwingfeste mit zusammen 585'000 Zuschauern, so NZZ Regionalmedien.
Gesamtnutzung leicht rückläufig
Die Gesamtentwicklung zeigt einen leichten Rückgang: Die Verweildauer sank um drei Minuten, die Tagesreichweite um zwei bis vier Prozentpunkte je nach Sprachregion. Das Tessin verzeichnete hingegen mit 212 Minuten täglicher Nutzung und 71 Prozent Tagesreichweite eine Zunahme, wie aus den Mediapulse-Daten hervorgeht. (pd/cbe)

