23.07.2013

SRF

Christine Egerszegi entsetzt über Grapsch-Aktion

Roger De Weck kriegt für Gurtenfestival-Gag "etwas zu hören".
SRF: Christine Egerszegi entsetzt über Grapsch-Aktion

Während des Gurtenfestivals am vergangenen Wochenende musste Andi Rohrer, Radiomoderator bei SRF Virus, auf Geheiss von SRF-Zwei-Moderator Robin Rehmann nach einer Festivalbesucherin suchen, die einen Brustumfang von genau 90 Zentimetern hat. Zuschauer der SRF-Zwei-Übertragung des Berner Musikevents konnten mitverfolgen, wie Rohrer bei Konzertbesucherinnen auf Tuchfühlung ging. Eine potenzielle Kandidatin lehnte ab, die Nächste hatte einen zu kleinen Brustumfang und bei der Dritten fand Rohrer die gesuchten 90 Zentimeter, fasst der "Blick" am Montag die Grapsch-Aktion zusammen.

Mit der Busen-Messerei wollte Rohrer sein neues Strassenquiz "Don’t say it – bring it!" bewerben, bei dem die Teilnehmenden die Fragen nicht zu beantworten haben, sondern die Antworten bringen müssen. Andrea Wenger, Sprecherin des SRF, erklärte denn auch: "Für einmal musste Andi Rohrer eine Aufgabe lösen, wie sie normalerweise die Kandidaten erfüllen müssen. Die Sendung spielt mit Klischees und geht an Grenzen."

Der "Blick" berichtet am Dienstag von einer besonders herausstechenden Reaktion auf die körperbetonte Suchaktion: FDP-Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist sei "entsetzt über das Schweizer Fernsehen", heisst es.
Die ausgebildete Lehrerin fände denn auch, dass die Aktion aus pädagogischen Gesichtspunkten total "abscheulich" und "daneben" sei. Was die beiden Moderatoren Rehmann und Rohrer beim Berner Festival veranstaltet hätten, bezeichnet Egerszegi als "veritablen Skandal". "Selbst wenn die beiden nur die Oberschenkelbreite gemessen hätten, fände ich es daneben. Aber den Brustumfang zu messen, ist schlicht unterste Schublade!" zitiert der "Blick" die ehemalige Nationalratspräsidentin. Mit dieser Aktion habe der öffentlich-rechtliche Fernsehsender RTL-Niveau erreicht.

Sich beschweren möchte Egerszegi nicht etwa beim Publikumsrat, sondern sich direkt an den Generaldirektor der SRG wenden: Roger de Weck soll von ihr "etwas zu hören" kriegen. (lf/Bild: Screenshot SRF)



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