13.09.2025

Spiegel

Christoph Blocher ziert das Cover

Das deutsche Nachrichtenmagazin führt mit dem SVP-Übervater ein ausführliches Interview über Trump-Zölle und EU-Politik. Der 84-Jährige zeigt sich trotz wirtschaftlicher Turbulenzen unbeeindruckt.

Christoph Blocher schmückt das Cover der aktuellen Schweizer Spiegel-Ausgabe. Mit dem Zitat «Die Schweiz wird für ihre Tüchtigkeit bestraft» bewirbt das Magazin sein Interview mit dem 84-jährigen SVP-Übervater über den «Zollstreit mit den USA und seinen ewigen Kampf gegen die EU».

Die deutsche Ausgabe des Spiegel zeigt hingegen ein anderes Titelbild: Dort steht Wladimir Putin als «Drohnenkrieger» im Mittelpunkt.

Blocher zeigt sich unbeeindruckt von den drastischen US-Zöllen von 39 Prozent für die Schweiz – deutlich mehr als die 15 Prozent für EU-Länder. Trotz düsterer Wirtschaftsprognosen bleibt er gelassen: «Man findet immer eine Lösung.» Die geplanten Bilateralen III mit der EU lehnt er scharf ab. Diese führten zu «einem Diktat der EU». Den Vertrag bezeichnet er als Werk eines «Geisteskranken».

Zu Donald Trump äussert sich Blocher ausgewogen: Während er dessen Migrationspolitik befürwortet, kritisiert er die Zollpolitik. «Unsere Selbstbestimmung ist durch Trump nicht tangiert, aber durch die EU sehr wohl.»

Harsche Worte findet Blocher für die «Classe politique» – zu der er explizit auch Journalisten zählt. Gleichzeitig verteidigt er SVP-Nationalrat Roger Köppel gegen Vorwürfe, dieser habe Trumps Wahlbetrugsvorwürfe unterstützt: Das seien «Fake News». (cbe)


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