10.06.2020

Nothilfe wegen Corona

DAB+-Radiosender intervenieren bei Weko

Der Bundesrat behandle UKW bevorzugt, kritisiert der Verband Unikom. Die Wettbewerbshüter greifen nicht ein.

Der Bund unterstützt Schweizer Radios und TV-Sender in der Coronakrise mit insgesamt 30 Millionen Franken. 37 Unternehmen mit 56 Sendern profitieren von der Soforthilfe (persoenlich.com berichtete). Leer gehen jene 60 Radiounternehmen aus, die ihr Programm über DAB+ ausstrahlen.

Die Union nicht-gewinnorientierter Lokalradios Unikom gelangte deshalb stellvertretend für die DAB+-Sender an die Wettbewerbskommission (Weko), wie die Medienwoche berichtet. Laut Unikom habe der Bundesrat mit UKW eine einzelne Technologie bevorzugt behandelt. Die «marktverzerrende Umsetzung» der Motionen sei zu korrigieren. Die Weko hält laut dem Onlinemagazin die Kritik zwar nicht für unbegründet, lehnt es aber ab, sich an die Regierung zu wenden. Die mögliche Marktverzerrung sei zu wenig genau belegt.

Mittlerweile habe das Bakom aber punktuell nachgebessert. So habe das Amt kurz nach Verabschiedung der Nothilfe die Technologieförderung erhöht, schreibt Medienjournalist Nick Lüthi weiter. DAB+-Veranstalter würden statt 50 Prozent neu 60 Prozent ihrer Kosten für die Programmverbreitung öffentlich finanziert erhalten. Aber auch UKW-Sender würden besser wegkommen und neu 65 Prozent ihrer digitalen Verbreitungskosten erstattet erhalten. (cbe)



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