11.04.2017

SRF

Daniel Pünter verlässt die SBB wieder

Der 48-Jährige kehrt im August zum Schweizer Fernsehen zurück und wird Bereichsleiter Dokumentation und Reportage. Derzeit ist er Leiter der SBB-Medienstelle. Für Pünter geht damit ein Traum in Erfüllung, sagt er zu persoenlich.com.
SRF: Daniel Pünter verlässt die SBB wieder
Daniel Pünter: «Dokumentarfilme und Reportagen sind für mich Perlen in meinem Fernsehalltag und Königdisziplin des Fernsehjournalismus.» (Bild: SRF)

Nach insgesamt 15 Jahren Tätigkeit bei SRF wechselte Daniel Pünter 2015 zur SBB, um dort seit Frühjahr 2016 die Medienstelle zu leiten (persoenlich.com berichtete). In dieser Funktion verantwortete er die externe Medienkommunikation der SBB in drei Sprachregionen und leistete täglich seinen Beitrag am zentralen Service public. Daniel Pünter wird bei SRF den Bereich Dokumentation und Reportagen ab August 2017 leiten, heisst es in einer Mitteilung. Er folgt damit auf Marius Born, der SRF Ende 2016 verlassen hat.

«Dokumentarfilme sind die Königsdisziplin»

«Dokumentarfilme und Reportagen sind für mich Perlen in meinem Fernsehalltag und Königdisziplin des Fernsehjournalismus. Ich freue mich deshalb ausserordentlich auf meine neue Aufgabe, unser Publikum mit packenden Geschichten und relevanten Themen zu informieren und zu bewegen. In höchster Qualität», wird Daniel Pünter in der Mitteilung zitiert.

Für Pünter geht mit dieser Stelle ein eigentlicher Traum in Erfüllung: «Wenn ich mir vor 20 Jahren ausmalte, was ich mal machen möchte, war es Dokumentarfilmer zu werden. Nun bekomme ich die Gelegenheit, diesen Bereich für SRF zu leiten, und ich will natürlich diese einmalige Chance ergreifen», ergänzt Pünter auf Anfrage von persoenlich.com. Auch wenn er die SBB nach so kurzer Zeit wieder verlasse, missen möchte er den «Abstecher» nicht. «Ich lernte diejenige Seite kennen, die mich damals als Journalist – salopp gesagt – auch immer wieder mal nerven konnte: Nämlich die Seite der Mediensprecher und der Unternehmenskommunikation, die sich ab und an um eine Antwort drückten», sagt Pünter weiter. Nun hätte er diese Seite auch kennenlernen dürfen und Vorurteile abbauen können. Kurz: «Es war ein Hammerjahr bei der SBB.»

Stefan Charles, Abteilungsleiter Kultur, freut sich auf die Rückkehr von Pünter: «Mit seinen preisgekrönten Dokumentationen und Reportagen geniesst Dok in der Schweiz und international einen herausragenden Ruf. Als langjähriger Mitarbeiter bei SRF hatte Daniel Pünter bereits mit viel Weitsicht, Know-how, Kreativität und einem Gespür für gute Themen massgeblich zum Erfolg diverser Formate beigetragen.»

TV-Start bei TeleZüri

Nach seinem Studienabschluss in Geschichte, Germanistik und Publizistik, war Daniel Pünter bei TeleZüri/Tele24 als Reporter, Redaktionsleiter und schliesslich als Programmleiter tätig. Er begann seine Laufbahn beim Schweizer Fernsehen 2001 als Ausbildner und Redaktor/Reporter in der Sendung «Rundschau». Im Auftrag von SRF war Daniel Pünter 2003 für den Privatsender Sat.1 als Ausbildner und Projektleiter tätig. In mehreren deutschen Studios implementierte er den Videojournalismus in die aktuellen Informationssendungen des Senders. Auch für die ARD, das ZDF und ein Community-TV in Soweto, Südafrika, arbeitete er als Ausbildner.

2004 verantwortete Daniel Pünter die Entwicklung eines neuen täglichen People-Formats von SRF. Als Redaktionsleiter von «Glanz & Gloria» und «G&G Weekend» etablierte er die Sendungen als erfolgreiche und beliebte Marke. Nach vier Jahren übernahm er 2008 die Redaktionsleitung von «Schweiz aktuell». Neben der täglichen Sendung, die aus allen Sprachregionen und Kantonen berichtet, realisierten er und sein Team mehrere Sommer-Dokuserien mit Sabine Dahinden als Moderatorin. Ebenso erfolgreiche Themenschwerpunkte, die mitunter öffentlich kontrovers diskutiert wurden, waren: «Die Alpenfestung – Leben im Réduit» (2008), «Anno 1914» (2014) oder zuletzt «A1 – Die Raststätte» (2015). (pd/cbe)

 



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