Ein Printmagazin über Frauenfussball: Dass ein solches Vorhaben keinen einfachen Stand haben könnte, war Andrea Bleicher, Mitgründerin von Frau Müller, von Anfang an klar. Die Idee kam aus ihrer Leidenschaft für den Journalismus, sagte die ehemalige Chefredaktorin von Blick im Interview mit persoenlich.com.
Frau Müller wurde im Hinblick auf die Fussball-EM der Frauen lanciert. Die Macherinnen um Bleicher wollten das Momentum nutzen, um eine Community zu bilden. 7000 Ausgaben haben sie während des Turniers vor den Stadien, in den Public Viewings oder in Bars verteilt, beschreibt Bleicher auf Anfrage.
Teaser auf Werbebildschirmen
Das Team habe nicht mit so vielen positiven Reaktionen gerechnet, so Andrea Bleicher weiter. In der Folge haben die Frau-Müller-Macherinnen entschieden, das Projekt weiterzuführen. Das zweite Magazin soll im Dezember in einer Auflage von 5000 Exemplaren erscheinen.
Zu den Themen im nächsten Heft verrät die Journalistin bloss Stichwörter: von «Adler» bis «Systeme», über «Gastfamilien» und «Rückschläge». Einzeln kostet ein Heft 25 Franken. Für das Jahresabo mit zwei Ausgaben muss man 50 Franken ausgeben.
Es soll aber nicht nur Abos geben, sondern auch Merchandise und Events, betont Bleicher. Die Partnerschaft mit Livesystems bleibt ebenfalls bestehen. Damit werden auf Werbebildschirmen Teaser von Geschichten aus dem Magazin zu sehen sein.
Magazine «feiern Comeback»
Damit Frau Müller bestehen bleibt, wären 3000 Abonnemente ideal, hatte Andrea Bleicher vor dem Sommer gesagt. «Wir sind auf sehr gutem Weg», schreibt nun die Mitgründerin des Magazins. «Gut die Hälfte haben wir bereits erreicht. Und mit der zweiten Ausgabe erwarten wir einen weiteren Push.»
Sie sieht darin den Trend bestätigt, den man in anderen Ländern schon festgestellt hat: «Gut gemachte Magazine sind modern, sie sind gefragt, sie feiern ein Comeback.»
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30.09.2025 11:52 Uhr

