Die Juliausgabe des Printmagazins persönlich widmet sich dem 25-Jahr-Jubiläum von persoenlich.com – und trägt deshalb ausnahmsweise auch dessen Namen. Doch wie gestaltet man ein Printcover für das Jubiläum eines Onlinemagazins? Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret sowie Grafikerin Corinne Lüthi standen vor dieser Herausforderung bei der Covergestaltung.
Die Lösung entdeckte Lüthi in der kreativen Unordnung des Chefbüros: Einige «Persoenlich»-Cola-Büchsen aus Coca-Colas «Share a Coke»-Kampagne, die das Unternehmen einst zugeschickt hatte. Lüthi stellte sie auf den Tisch – die Idee für das Cover war geboren. Online-Redaktionsleiter Christian Beck, gelernter Fotomedienfachmann und später Pressefotograf, arrangierte die Büchsen und fotografierte sie – ganz simpel mit einem iPhone, ohne aufwendige Ausrüstung oder Studiolicht.
«Diese spontane Fotosession steht für unsere Arbeitsweise: Wir bleiben experimentierfreudig, haben kurze Entscheidungswege und setzen auf pragmatische Lösungen», sagt Beck über das improvisierte Shooting.
Als der Korrektor vorschlug, «Persoenlich» auf der Büchse klein zu schreiben und mit «.com» zu ergänzen, ging er davon aus, das Bild sei KI-generiert. Diese Verwechslung zeigt: Selbst in Zeiten, wo überall KI vermutet wird, entstehen die besten Geschichten noch analog.
Seit dem Start am 2. Mai 2000 hat sich persoenlich.com vom «CNN der Werbebranche» zu einer unverzichtbaren Instanz der Schweizer Medien- und Werbelandschaft entwickelt. Was einst mit spärlichen eingehenden E-Mail-Medienmitteilungen begann, ist heute zu einem täglichen Newsstream von 200 bis 300 Meldungen angewachsen, die in der Redaktion eintreffen – ein Gradmesser für die Dynamik der Branche.
«Es ist bemerkenswert, dass sich die Kommunikationswelt zwischenzeitlich völlig verändert hat. Nur das Medium, das über diese ganzen Veränderungen berichtet, ist eigentlich immer noch das Gleiche», schreibt Ackeret im Editorial der Jubiläumsausgabe. (red)
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