16.09.2026

Prix Média | Prix MultiMédia

Das sind die besten Wissenschaftsbeiträge

Stephanie Schnydrig gewinnt für ihre Recherche zum gestörten Gleichgewichtssinn von Hochseilartist Freddy Nock den Prix Média 2026. Den Prix MultiMédia erhalten Julian Schmidli, Pascal Albisser und Keto Schumacher für den Scrollytelling-Beitrag «Der toxische Sog der Manosphere».
Prix Média | Prix MultiMédia: Das sind die besten Wissenschaftsbeiträge
Stephanie Schnydrig, Julian Schmidli, Pascal Albisser und Keto Schumacher werden von den Akademine der Wissenschaften Schweiz geehrt. (Bilder: zVg)

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben die Preisträgerinnen und Preisträger des Prix Média und des Prix MultiMédia 2026 bekanntgegeben. Beide Auszeichnungen für Wissenschaftsjournalismus sind mit je 10'000 Franken dotiert. 

Den Prix Média erhält Stephanie Schnydrig für den Beitrag «Er hätte stürzen müssen», der am 5. Februar bei CH Media erschienen ist, heisst es in einer Mitteilung. Der Text handelt vom Hochseilartisten Freddy Nock, der trotz eines gestörten Gleichgewichtssinns Balanceakte vollbrachte, und zeigt daran die Kompensationsmechanismen des Gehirns auf. Die Jury lobt die Anschaulichkeit der Erklärung und das wissenschaftsjournalistische Handwerk.

Der Prix MultiMédia geht an Julian Schmidli, Pascal Albisser und Keto Schumacher für den Beitrag «Der toxische Sog der Manosphere», publiziert am 3. Dezember 2025 bei SRF News. Das Team legte für die Recherche TikTok-Konten mit stereotyp männlichen Interessen an und dokumentierte, wie rasch Jugendliche in frauenfeindliche Online-Sphären geraten. Die Jury würdigt das Scrollytelling-Format und das methodische Vorgehen sowie die Aufbereitung des Themas für ein junges Publikum.

Einen Newcomer-Werkbeitrag von 3000 Franken erhält Laura Minnetian für das Filmprojekt «Solange du wartest». Der Film begleitet zwei junge Ukrainerinnen mit Schutzstatus S in der Schweiz und thematisiert die Folgen des Wartens auf einen gesicherten Aufenthalt. Die Publikation ist ab Anfang Oktober vorgesehen. Die Preise für Wissenschaftsjournalismus werden am 30. Oktober in Bern verliehen. (pd/spo)


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