07.01.2015

Charlie Hebdo

Der Bundesrat ist "tief erschüttert und betroffen"

Ein Tweet von Bundesrätin Doris Leuthard sorgt für Aufruhr.
Nach dem Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazins "Charlie Hebdo" in Paris, war die Solidarität und Trauer gross. Die Schweiz verurteile das Attentat scharf, sagte Bundespräsidentin Sommaruga gemäss Tweet von Bundesratssprecher André Simonazzi. Sie drücke Frankreich ihr Beileid aus.
 
 
Im Laufe des Mittwochs hat dann Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga im Namen des Bundesrats das Attentat in Paris verurteilt. Der Bundesrat und sie selbst seien "tief erschüttert und betroffen" von diesem schrecklichen Anschlag, sagte sie vor Medienvertretern in Bern.
 
Es handle sich um einen Anschlag auf die Demokratie, die Menschenrechte und die Meinungsäusserungsfreiheit. "Wir müssen diese Freiheiten mit allen Mitteln verteidigen", sagte Sommaruga. Die Meinungsäusserungsfreiheit gehöre zu den Grundlagen einer Demokratie.
 
Wie weit darf Satire gehen?
Auf die Frage, ob man über alles lachen dürfe, sagte Sommaruga, Satire müsse Platz haben. Bundesrätin Doris Leuthard twitterte zu diesem Thema allerdings: "Satire ist kein Freipass." Aber keine Darstellung, keine Publikation legitimiere Gewalt. "Das ist aufs Schärfste zu verurteilen." 
 
Aufgrund der grossen Aufruhr durch diesen Tweet sah sich die Bundesrätin zu einer Präzisierung gezwungen:
 
 
In einem Beileidschreiben hat Bundespräsidentin Sommaruga dem französischen Staatspräsidenten kondoliert. Auch Aussenminister Didier Burkhalter hat seinem französischen Amtskollegen Laurent Fabius sein Beileid ausgedrückt. Der Bundesrat sprach im Namen der Schweizer Bevölkerung den Angehörigen der Opfer und der ganzen französischen Nation sein tiefes Beileid aus. (sda/eh)


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