Der «Medienclub» existiert seit November 2015 als eigenständiges Gefäss und ist laut Sendebeschrieb «die Diskussionssendung, in welcher spezifische Medienthemen vertieft beleuchtet werden». Die Talkrunden, die mindestens viermal jährlich auf SRF 1 ausgestrahlt werden, haben zum Ziel, sich mit Umwälzungen und Tendenzen in der Medienbranche zu beschäftigen. Überdies soll die Sendung Raum für «Reflexion, Analyse und Selbstkritik» bieten. In der Gästerunde kommen Journalistinnen, Verleger, Medienexpertinnen und andere Branchenkenner zu Wort.
Der «Medienclub» gehört gemäss Publikumsrat der SRG Deutschschweiz zum unverzichtbaren Angebot eines Service-public-Senders, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die Ratsmitglieder loben die journalistische Qualität, die Relevanz und die Glaubwürdigkeit der Sendung und sind sich sicher, dass die Sendung zum besseren Verständnis der Medienrealität und der Wirkungsweise von Medien beiträgt.
Mehr kritisches Nachfragen erwünscht
Die Gesprächsatmosphäre werde dank der kompetenten, respektvollen Leitung von Moderator Franz Fischlin als ruhig, sachlich und wohlwollend empfunden, schreibt der Publikumsrat weiter. Das Gremium wünscht sich jedoch mehr kritisches Nachfragen und regt an, die Zügel etwas lockerer zu lassen, damit vermehrt Diskussionen unter den Gästen entstehen können.
Verbesserungsmöglichkeiten ortet der Publikumsrat in einer besser nachvollziehbaren Struktur und Systematik der Sendung, aber auch in der Dauer, die als zu lang empfunden wird. Der Rat fragt sich überdies, ob es nicht sinnvoll wäre, den Ausstrahlungsmodus vermehrt der Aktualität anzupassen und den «Medienclub» näher an die Themenplanung der Diskussionssendung «Club» heranzuführen und so einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Nebst der Diskussionssendung «Medienclub» besprach der Publikumsrat in seiner aktuellen Programmbeobachtung auch den TV-Vierteiler «WG der Religionen». (pd/as)

