Der Journalist Walter Lutz ist am 12. Februar im Alter von 92 Jahren in Zürich gestorben. Er galt als prägender Sportjournalist des letzten Jahrhunderts, wie die "NZZ" am Freitag schreibt. Er war sowohl scharfsinniger Kritiker als auch Frühwarner, der sich den Sport zum Big Business machte.
1938 tauchte der damals 17-Jährige in Wengen auf und berichtete in der Fachzeitschrift "Sport" über die Lauberhornrennen. Seine Liebe galt laut "NZZ" aber dem Fussball und dem Grasshopper-Club Zürich. Von der Fifa wurde Lutz 2005 dann auch für seine Verdienste als Fussball-Berichterstatter mit dem "Jules-Rimet-Prize" geehrt. Lutz berichtete von insgesamt elf Fussball-Weltmeisterschaften. Laut Fifa gebe es weltweit nur zehn Journalisten, die an über zehn Weltmeisterschaften waren, darunter weile Lutz als einziger Schweizer, so news.ch.
Seine Rubriken leben noch heute
Von 1964 bis 1985 war Lutz Chefredaktor von "Sport". Er führte Rubriken wie "Porträt der Wochen", Randglossen, Kolumnen und Kommentare ein, die heute noch Bestandteil vieler Sportbunde der Tageszeitungen sind, schreibt die "NZZ". Nach dem Aufkommen des Fernsehens und der Boulevardzeitungen vollzog sich der Abstieg der ehemaligen Fachzeitschrift aber schleichend. 1999 verschwand "Sport" von der Bildfläche.
Weitere Auszeichnungen erhielt Lutz 1984 mit dem internationalen Oscar für journalistische Leistungen und 1985 wurde er vom Verband Schweizer Sportjournalisten für seine sportlichen Verdienste geehrt. Das Ehrenmitglied von sportpress.ch liess kurz vor seinem Ableben verlauten: "S isch auws gseyt" und schlief friedlich ein. (ml/NZZ/news.ch).
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