25.02.2014

Springer/Funke

Deutsches Kartellamt verzögert Deal

Verkauf der Programmzeitschriften könnte untersagt werden.

Der Axel Springer Verlag hatte im Juli ein Paket von Zeitungen und Zeitschriften für rund 900 Millionen Euro an die Funke Mediengruppe verkauft (persoenlich.com berichtete). Das Bundeskartellamt, das den Deal absegnen muss, hat nun einen Zwischenstand seiner Untersuchung veröffentlicht. Offenbar will es den Verkauf der im Geschäft enthaltenen fünf Programmzeitschriften nicht genehmigen, wie kress.de berichtet.

Im Bereich der Programmzeitschriften für TV und Radio gebe es momentan mit Springer, Funke, dem Heinrich Bauer Verlag und Burda Media vier Anbieter. Wenn Springer an Funke verkaufen würde, wären es nur noch drei, was laut Kartellamt zu einer unzulässigen "Verstärkung des marktbeherrschenden Oligopols" führte.

Springer und Funke hatten bereits vorgeschlagen, die Programmzeitschriften an einen dritten Verlag zu verkaufen, nämlich die Mediengruppe Klambt. Doch die deutschen Wettbewerbsüberwacher halten diesen potenziellen Käufer für nicht geeignet, unter anderem deshalb, weil Springer und Funke einen Grossteil des Kaufpreises als Darlehen gewähren würden. 

Auch die Gründung zweier Gemeinschaftsunternehmen in den Bereichen Vermarktung und Vertrieb wird noch geprüft. Für den Verkauf der Regionalzeitungen und Frauenzeitschriften hatte das Bundeskartellamt bereits Ende 2013 die Einwilligung gegeben. Das Geschäft soll aber erst abgeschlossen werden, wenn alle Genehmigungen erteilt sind. Springer und Funke rechnen damit, dass dies noch im ersten Halbjahr 2014 passiert. (lmy/kress.de)


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