Der Auftritt von Nora Illi, Frauenbeauftragte beim Islamischen Zentralrat Schweiz, in der ARD-Talkshow «Anne Will» hat für grossen Wirbel gesorgt. Von Zuschauern und Medien hagelte es nach dem Auftritt Kritik, die Schweizer Bundesanwaltschaft warnte den Sender sogar vor Illi (persoenlich.com berichtete).
Nora Illi wehrt sich nun in einem Interview mit dem Medien-Branchendienst Meedia gegen die Kritik in den Medien. «Das ist eine absolute Tatsachenverdrehung und Verleumdung. Wir werden, sofern möglich, rechtlich dagegen vorgehen», wehrt sich Illi. Einen Muslimen als «radikal» oder «fundamentalistisch» zu bezeichnen sei in den Medien Standard. «Dieses Schubladendenken muss ein Ende haben.»
Eine Klage zieht Nora Illi auch gegen die «Bild» in Betracht. Die Zeitung hatte die Schweizerin auf ihrer Titelseite gezeigt – gänzlich unverschleiert. «Wenn jemand seit mehreren Jahren sich aus religiösen Gründen verschleiert und dann ein solches Foto publiziert wird, ist das definitiv ein massiver Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, und dagegen sollte rechtlich vorgegangen werden», so Illi. (cbe)

