25.11.2025

SRG | Goldbach Neo

«Die SRG steht mit dem Rücken zur Wand»

Im Podcast diskutieren Matthias Ackeret und Nick Lüthi über den Stellenabbau bei der SRG. Generaldirektorin Susanne Wille kündigte an, bis 2029 insgesamt 900 Stellen zu streichen. Ausserdem geht es um eine pikante Plakat-Posse in Zürich.
SRG | Goldbach Neo: «Die SRG steht mit dem Rücken zur Wand»
In dieser Folge geht es um den SRG-Stellenabbau, den Generaldirektorin Susanne Wille am Montag angekündigte hat (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)

Die Dimensionen sind gewaltig: 900 Stellen will die SRG bis 2029 abbauen, wie Generaldirektorin Susanne Wille am Montag ankündigte. «Alle sind erschrocken», stellt Matthias Ackeret fest. Nick Lüthi relativiert: «Die Zahl ist seit zwei Jahren bekannt.» Das Sparvolumen von 270 Millionen Franken sei die Folge der Gebührensenkung von 335 auf 300 Franken, kombiniert mit steigenden Kosten und dem Rückgang der Werbeeinnahmen (persoenlich.com berichtete).

Die Ankündigung des Abbaus erfolgt nur rund drei Monate vor der Abstimmung über die Halbierungsinitiative am 8. März 2026. «Die SRG steht mit dem Rücken zur Wand», findet Ackeret. Etwa die UKW-Abschaltung habe viele Leute verärgert.

Ackeret und Lüthi erwarten einen emotionalen Abstimmungskampf und eine ebenso emotionale Entscheidfindung der Stimmberechtigten: «Medien sind immer etwas Emotionales», prognostiziert Lüthi. Ackeret sieht die grösste Herausforderung darin, dass man die Leute, die SRG-freundlich sind, an die Urne bringt und sie nicht erneut verärgert mit dem Abbau von Sendungen, wie das in den letzten Jahren immer wieder der Fall war.

Im zweiten Teil des Podcasts thematisieren Ackeret und Lüthi eine pikante Posse aus Zürich: Der Aussenwerber Goldbach Neo weigert sich, der Alternativen Liste (AL) Werbeflächen zu verkaufen – jener Partei also, die sich erfolgreich für ein Werbeverbot in der Stadt starkgemacht hatte. Während Ackeret die Haltung von Goldbach nachvollziehen kann, findet dies Lüthi eine kleinliche Haltung: «Geld stinkt nicht.»

Die neuste Podcastfolge wurde am Dienstag in den Redaktionsräumen der persönlich Verlags AG in Zürich-Wiedikon aufgezeichnet. Der persoenlich.com-Podcast erscheint wöchentlich immer am Dienstag und ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcastplattformen – wie Spotify, YouTube oder Apple Podcast – verfügbar. In Zweierkonstellation diskutiert die Redaktion über aktuelle Themen und Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. (nil)


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KOMMENTARE

Hans-Peter Rohner
28.11.2025 09:24 Uhr
SRG - 900 Stellen weg - ein Dammbruch oder gar Weltuntergang? Der Alarmismus scheint in dieser Sache weit uebertrieben. Oder aber geschickte warnpropaganda im Hinblick auf die SRG-Abstimmung vom Maerz 26. Wie das? Die SRG rechnet mit einer jaehrlichen Personalfluktuation von 5-6% (inkl Pensionierungen), dh es verlassen die SRG jedes Jahr 300 bis 400 Personen. Anders gesagt; fuer die Periode bis 2029 werden die SRG 1200 BIS 1500 Personen verlassen. 900 davon sollen damit nicht ersetzt werden. Ich weiss, das mit den FTE ist dabei nicht beruecksichtigt...dennoch; es handelt sich um einen Anpassungsprozess wie er in Hunderten anderer Unternehmen immer wieder vorkommt. Ironisch koennte man anmernen "und das, ohne dass die SRG-Medien gross darueber berichten wuerden.
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