25.11.2021

Wegen Corona

Die TX Group prüft vermehrtes Homeoffice

Angesichts steigender Fallzahlen schicken Ringier und CH Media ihre Mitarbeitenden wieder nach Hause. Noch kein Entscheid gefallen ist bei 20 Minuten und den Bezahlzeitungen von Tamedia.
Wegen Corona: Die TX Group prüft vermehrtes Homeoffice
Noch wird bei 20 Minuten hauptsächlich vor Ort auf der Redaktion gearbeitet. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)
von Christian Beck

Die Vorwürfe aus dem Umfeld der 20-Minuten-Redaktion sind hart. Trotz steigender Fallzahlen mache die Chefetage nichts in Sachen Homeoffice. Im Gegenteil: Homeoffice sei verpönt, wie mehrere Quellen gegenüber persoenlich.com sagten. Alle Mitarbeitenden würden ohne Masken an den Arbeitsplätzen sitzen – als gäbe es keine Pandemie.

20 Minuten weist diese Vorwürfe von sich. «Während des ganzen Verlaufs der Pandemie hat sich 20 Minuten – wie auch die gesamte TX Group – an die Vorgaben von Bundesrat und BAG gehalten», so Eliane Loum-Gräser, Leiterin Kommunikation 20 Minuten, auf Anfrage. Daran habe sich auch in der aktuellen Situation nichts geändert, das bewährte Schutzkonzept werde weitergeführt. Das heisst: Abstände müssen eingehalten werden, wo dies nicht möglich ist, gilt eine Maskenpflicht. «Zudem bitten wir unsere ungeimpften Mitarbeitenden, sich einmal pro Woche testen zu lassen», so Loum-Gräser. PCR-Test-Kits würden von der TX Group kostenlos zur Verfügung gestellt.

Nach wie vor hätten die Mitarbeitenden die Möglichkeit, teilweise aus dem Homeoffice zu arbeiten. «Wir prüfen derzeit, ob aufgrund der aktuellen starken Zunahme der Fallzahlen wieder vermehrtes Homeoffice eingeführt werden soll. Ein Entscheid dazu ist noch ausstehend», sagt Loum-Gräser. Diese Aussage trifft auf die ganze TX Group zu, also auch auf die Redaktionen der Bezahlzeitungen von Tamedia.

Unterschiedliche Handhabe

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) vermeldete am Donnerstag über 8000 neue Coronavirus-Ansteckungen in den letzten 24 Stunden. Die steigenden Zahlen veranlasste auch andere Medienhäuser, die Schraube wieder anzuziehen. Bei CH Media wurde intern am Montag kommuniziert, dass wenn möglich wieder verstärkt auf Homeoffice gesetzt werden soll. Auf Team-Tage vor Ort soll verzichtet werden. Auf eine Anwesenheitsquote wird jedoch verzichtet.

Maximal 30 Prozent eines Teams dürfen sich bei Ringier und Ringier Axel Springer Schweiz im Office befinden, wobei eine Zertifikatspflicht gilt. Eine generelle Homeoffice-Empfehlung gilt dort bereits wieder seit dem 15. November. Physische Sitzungen (8 bis 25 Personen) vor Ort müssen von der Taskforce bewilligt werden. Für alle Events ab 25 Personen gilt die 1G-Regel. Wenn immer möglich, soll aber auf Meetings und Events verzichtet werden.



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