In den zwölf Monaten von Mai 2017 bis April 2018 konnte die Guardian Media Group erstmals mehr Einnahmen via Digitalgeschäft verbuchen als via Print. Nebst dem «Guardian» publiziert das Unternehmen auch die Wochenzeitung «The Observer».
Der digitale Erlös brachte im erwähnten Zeitraum 108,6 Millionen Pfund ein, was 15 Prozent mehr sind als im Vorjahr. Das Einkommen aus Print- und Eventgeschäft fiel dagegen um 10 Prozent auf 107,5 Millionen Pfund, wie es auf theguardian.com heisst.
Zu den digitalen Einkommensquellen gehören einerseits Werbung, andererseits finanzielle Beiträge von Lesern. Das Medienhaus verzichtet dabei bewusst auf eine Paywall für die digitalen Inhalte. Stattdessen setzt man auf Freiwilligkeit – und weist die Leser auf der Website prominent daraufhin, weshalb ihre finanzielle Unterstützung wichtig ist.
Auf diese Wiese konnte das Unternehmen bisher 570'000 Mitglieder gewinnen, die einen regelmässigen Beitrag bezahlen, und in den vergangenen zwölf Monaten zudem 375'000 einmalige Spenden verbuchen. (maw)

