"Das Fernsehen geht neue Wege" heisst eine Studie der Westdeutschen Landesbank Girozentrale (WestLB), Düsseldorf/Münster, die den TV-Markt resp. das Digital-TV unter die Lupe nimmt. Seit dessen Einführung 1996 stieg die Zahl der europäischen Haushalte mit digitalem Empfang jahresdurchschnittlich um 116 Prozent auf 16.7 Mio. Haushalte im Jahr 2000 kräftig. Fachleute meinen, dass bis 2005 79 Mio. europäische Fernsehhaushalte Zugang zu interaktiven TV-Diensten haben. Der wesentliche Mehrwert und das hohe Attraktivitätspotential des digitalen Fersehens liegen in der Möglichkeit der Bereitstellung von Zusatzdiensten und interaktiven Anwendungen sowie in der zunehmenden Verfügbarkeit der Inhalte unabhängig von Zeit und Raum. Damit kommt es zu einer Konvergenz von TV und Internet vor allem bei Anwendungen.
Laut Studie wird der Wettbewerb schärfer, da neue Anbieter (aus Kabelindustrie und Internetwirtschaft) auf den Fernsehmarkt treten. Wichtige Erfolgsfaktoren seien die schnelle Markteinführung neuer Produkte (time-to-market) sowie die Etablierung von Kooperationen und Revenue-Sharing-Modellen. An Bedeutung gewinnen werden strategische Allianzen zwischen Inhalteanbietern, Programmveranstaltern, Netzbetreibern und Endgeräteherstellern, aber auch mit branchenfremden Unternehmen aus Industrie und Handel. Für die Zuschauer wird auch das digitale Fernsehen weiterhin ein Medium für Unterhaltung, Entspannung und öffentliche Kommunikation sein.

