09.06.2013

Reporter ohne Grenzen

Distanziert sich von Gründer und Ex-Chef

Robert Ménard tritt bei Wahlen in Frankreich für rechtsextreme Partei an.

Die Journalisten-Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat sich von ihrem Mitbegründer und langjährigen Chef Robert Ménard distanziert, der in Frankreich für die rechtsextreme Front National bei Kommunalwahlen 
antreten wird.
 
Die Organisation habe nichts mit Ménards politischen Positionen zu tun, erklärte die Spitze der Organisation am Donnerstag. Die Organisation verwies zudem darauf, dass Ménard bereits im September 2008 die Leitung von RSF abgab.
 
Die Chefin der Front National, Marine Le Pen, hatte Ende vergangener Woche bestätigt, dass Ménard bei den Kommunalwahlen 2014 im südfranzösischen Béziers für die Partei antreten wird. Die Ankündigung hatte für grossen Wirbel gesorgt.
 
Ménard hatte sich bei Reporter ohne Grenzen mehr als zwei Jahrzehnte lang für die Pressefreiheit weltweit stark gemacht. Danach arbeitete er für mehrere Rundfunksender und unterhielt Kontakte zu rechtsextremen Bewegungen. Im Jahr 2011 veröffentlichte er das Buch "Vive Le Pen" ("Es lebe Le Pen"), in dem er eine "Zensur der angepassten Medien" anprangerte. (sda)



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