Der von der Kommission für Kommunikation und Medien der Schweizer Bischöfe verliehene Katholische Medienpreis wird dieses Jahr an zwei Produktionen verliehen: je eine aus der Westschweiz und der Deutschschweiz. Ausgezeichnet wird die im Jahr 2010 ausgestrahlte siebenteilige DOK-Serie des Schweizer Fernsehens "Kriminalfälle. Die 7 Todsünden" unter der Redaktion von Helen Stehli Pfister. Es sei eine sehr gelungene und eigenständige Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten des Bösen, heisst es in einer Mitteilung.
Die unabhängige Jury des Medienpreises hebt insbesondere den Beitrag "Wollust unter der Soutane" von Michael Hegglin hervor, welche die skandalösen sexuellen Übergriffe von Priestern an Minderjährigen thematisiert. Abt Martin Werlen von Einsiedeln, Verantwortlicher der SBK für Medienfragen: "Hegglins Film bringt eine in der Kirche und in der Gesellschaft tabuisierte Problematik zur Sprache und ins Bild. Von verschiedenen Seiten wird eine Tragik beleuchtet, besonders auch von der Seite der Opfer, die bis anhin kaum zu Wort kamen. Der Film zeigt eine grosse Sensibilität und wirkt gerade so motivierend, sich der leidvollen Problematik zu stellen."
Weiter wird die seit über 10 Jahren ausgestrahlte Radio-Sendung für Kinder "Les Zèbres" von Radio Suisse Romande (RSR) ausgezeichnet. Täglich greift die von Jean-Marc Richard moderierte Sendung Fragen von Kindern zu Gott und der Welt auf. Diese werden dann von Joël Cruchaud kindergerecht beantwortet. Die Jury des Medienpreises lobt das originelle und mutige Sendekonzept sowie die überzeugende Umsetzung. André Kolly, Journalist und ehemaliger Direktor des CCRT in Lausanne: "Diese Sendung ist ein wunderbarer Beitrag zur Vermittlung von Werten - mit grossem Respekt vor den Kindern und dem Pluralismus der Überzeugungen."
Der Katholische Medienpreis ist mit 4'000 Franken dotiert, die zu gleichen Teilen unter den Preisträgern geteilt werden. Die öffentliche Preisverleihung wird am 24. Mai beim Sitz der Bischofskonferenz in Fribourg stattfinden.

