In August lancierte Roger Köppel eine französische Version der Inhalte der Weltwoche. In einem Interview begründet der Verleger und Chefredaktor den Schritt mit Gesprächen mit Romands aus verschiedenen Bereichen und politischen Lagern. Sie hätten einen Mangel an kontroversen Publikationen in der Westschweiz beklagt. «Was aus diesen Diskussionen hervorging, ist, dass es in der Romandie eine Publikation gegen den Strom fehlt, wie die Weltwoche», erklärte er gegenüber den Westschweizer Tamedia-Zeitungen.
Das Ziel sei nicht, «den Romands aus Zürcher Sicht zu sagen, was sie tun oder denken sollen, ich respektiere den Föderalismus zu sehr dafür». Vielmehr wolle man «zur Meinungsvielfalt beitragen und das gegenseitige Verständnis zwischen Alémaniques und Romands verbessern», wie er erläuterte.
In der Romandie bleibt Köppel in Erinnerung dafür, dass er 2012 die Romands als «Griechen der Schweiz» bezeichnete. «Das war Provokation! Und ich habe mich dafür entschuldigt», erinnerte Köppel. Er sehe die neue französischsprachige Ausgabe der Weltwoche als Chance, um zu zeigen, «dass unser Magazin nicht so böse ist».
Den leicht kanadischen Akzent seiner KI-Stimme im Video-Podcast nimmt Köppel gelassen hin: «Solange die Substanz und die im Podcast entwickelten Argumente gut übersetzt sind, ist das das Wichtigste.»
Köppel zeigt sich ausserdem offen für Kooperationen mit Westschweizer Journalisten. Wenn Interesse da ist, schliesst der Verleger die Gründung einer Redaktion für die Romandie nicht aus. (spo)
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08.09.2025 20:45 Uhr

