Wie viel Kritik erträgt Roger Schawinski? Wie erklärt der Ex-Medienpirat seine Rückkehr zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen, verkauft er seine Seele? Dies sind die Leitfragen eines Interviews, welches Roger Köppel mit Roger Schawinski in dessen Haus am Zürichberg geführt hatte. Der dreiseitige Text findet sich in der aktuellen "Weltwoche". Der Schweizer Medienunternehmer spricht über seine Haltung gegenüber der EU und erklärt, warum er den besten Journalisten empfiehlt, für die SRG zu arbeiten.
Gefragt nach der Zukunft des Service public antwortet Schawinski: "In der Schweiz ist gesetzlich alles zementiert. Die Möglichkeit, ein journalistisch gemachtes, privates Fernsehen als Konkurrenz zur SRG aufzubauen, ist vertan worden. Deshalb sollten die besten Journalisten der Schweiz für die SRG arbeiten, auch als freie Mitarbeiter in der neuen, multimedialen Gegenwart." Weil die SRG so stark sei, müssten die besten Köpfe dort arbeiten. Das journalistische Potential des Landes müsse richtig genutzt werden. Das nationale TV-Monopol sei im Gegensatz zu allen anderen Ländern offenbar gewollt, also müsse man es so gut machen wie möglich. (eh)

