17.01.2019

Tamedia

Entlassungen wegen Prepress-Neuorganisation

Das Medienhaus passt die Organisation im Bereich der Druckvorstufe an. Bis zu acht Kündigungen sind die Folge.
Tamedia: Entlassungen wegen Prepress-Neuorganisation
Tamedia passt die Organisation der Bereiche Prepress Zürich und Lausanne bis Sommer 2019 schrittweise an. (Bild: Tamedia)

Tamedia passt die Organisation der Bereiche Prepress Zürich und Lausanne bis im Sommer schrittweise an. Dies führt in Zürich und Lausanne zu maximal acht Kündigungen und neun vorzeitigen Pensionierungen.

Die betroffenen Mitarbeitenden werden gemäss einer Mitteilung von Tamedia vom Donnerstag mit einem Sozialplan unterstützt. Darüber hinaus würden sie bei ihrer Neuorientierung bestmöglich begleitet. Zudem werde weiterhin versucht, Anschlusslösungen innerhalb des Unternehmens zu finden, heisst es weiter. 

Der strukturelle Wandel in der Medienbranche, insbesondere die rückläufigen Entwicklungen im Print, erfordert gemäss Tamedia bereits seit längerem, dass sich die Druckvorstufendienstleistungen den veränderten Bedingungen anpassen.

Im Zuge der organisatorischen Neuerungen bei den Bezahlmedien und der Einführung einheitlicher Produktionssysteme habe das Medienunternehmen entschieden, Prepress Zürich und Lausanne neu zu organisieren. Ziel sei es, für jeden einzelnen Teilbereich von Prepress eine zukunftsorientierte, prozessoptimierte Lösung zu finden, um die Dienstleistungen langfristig zu sichern.

Die Bildverarbeitung für Zeitungen und Zeitschriften wird in den Bereich Tamedia Editorial Services verlagert, der unter anderem auch die Bildredaktion umfasst. Der Anzeigenumbruch wird in den Print-Innendienst von Tamedia integriert. Dies ermögliche eine engere Zusammenarbeit mit der Blattplanung.

Die Produktkoordination der Zeitschriften wird in die Tamedia Druckzentren überführt. Für die Grafikleistungen werden sowohl interne als auch externe Lösungen angestrebt. Die Anzeigenproduktion, die bereits heute grösstenteils ausgelagert ist, wird gemäss Mitteilung an den bestehenden Partner übertragen.

In einer Mitteilung bedauert der Berufsverband Impressum den Abbau «zutiefst und bekundet seine Solidarität mit den Betroffenen der Prepress». Auch die Gewerkschaft Syndicom meldete sich zu Wort. Mit diesen wiederholten Einschnitten beim Personal dürfe der Konzern die gesetzlich verankerten Mitwirkungsrechte nicht umgehen. Syndicom fordert den Verlag auf, die Abbaumassnahmen zu stoppen. (sda/cbe)



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