29.10.2001

Presse-GAV

Erste Verhandlung gescheitert

Pattsituation wegen Minimallöhnen.

An der ersten Verhandlung über die im Gesamtarbeitsvertrag für Journalistinnen und Journalisten für die Deutschschweiz und das Tessin (Presse-GAV 2000) festgeschriebenen Minimallöhne ist es zu einer Pattsituation gekommen. Die VertreterInnen von comedia, dem Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten SVJ und dem Verband Schweizer Presse VSP hätten sich getrennt, ohne dass es zu wahren Verhandlungen oder verbindlichen Resultaten gekommen wäre, wie die comedia am Montag mitteilte.

Obwohl die Entwicklung in den Schweizer Verlagshäusern in den letzten drei Jahren "prächtig" verlaufen sei – hohe Gewinne, laufend steigende Werbeeinnahmen und eine noch die dagewesene Produktivitätssteigerung – habe der Verlegerverband VSP an der Verhandlungsrunde vom Montag "die Nerven gehabt", eine Senkung der Minimallöhne zu fordern, kritisiert die comedia in ihrem Schreiben. Der VSP sei lediglich im Sinne eines "Kompromisses" zu einer Nullrunde bereit, was für sich schon einen realen Lohnverlust darstellen würde. Gemäss den beiden Arbeitnehmerorganisationen beträgt die kumulierte und nicht ausgeglichene Teuerung der letzten drei Jahre 3.5 Prozent. Zusätzlich habe sich auch die Produktivität um über 20 Prozent gesteigert, woraus sich ein Investitionsbedarf von 1.5 Prozent in die Löhne ableiten lasse.


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