20.04.2021

Sexuelle Belästigung

Ex-RTS-Moderator kehrt ans Fernsehen zurück

Darius Rochebin nimmt seine Sendung im französischen Nachrichtensender LCI am Montag wieder auf.
Sexuelle Belästigung: Ex-RTS-Moderator kehrt ans Fernsehen zurück
Der ehemalige RTS-Tagesschaumoderator Darius Rochebin. (Bild von 2014: Keystone/Salvatore Di Nolfi)

Der ehemalige Star-Moderator der RTS-Tagesschau, Darius Rochebin, kehrt zum französischen Nachrichtensender LCI zurück. Er wurde im am Freitag veröffentlichten Bericht zum Belästigungsskandal bei RTS von den Vorwürfen freigesprochen (persoenlich.com berichtete).

Seine Rückkehr wurde am Montag in der Redaktion des Senders von den Direktoren Thierry Thuillier und Fabien Namias in Anwesenheit des Moderators bekannt gegeben, wie ein Sprecher des Senders gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP sagte.

Rochebin kehrt am kommenden Montag zu seinem Format zurück. In diesem führt er täglich um 20 Uhr eine Interview mit einer grossen Persönlichkeit. Die Sendung war im Herbst 2020 lanciert worden.

Sexismusvorwürfe

Ende Oktober 2020 hatte sich Rochebin zurückgezogen, nachdem er in der Westschweizer Zeitung Le Temps unter anderem der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde: Die Westschweizer Zeitung Le Temps hatte unter Berufung auf anonyme Quellen enthüllt, dass es innerhalb von RTS während Jahren zu Mobbing und zu sexueller Belästigung gekommen sei (persoenlich.com berichtete).

Die Befragten berichteten in der Recherche von offener Belästigung, ungewollten Küssen, anzüglichen Kommentaren und systematischem Machtmissbrauch. Angeschuldigt wurden drei Mitarbeiter, darunter eben auch Darius Rochebin. Die Direktion und die Personalverantwortlichen von RTS hätten konsequent weggeschaut. Rochebin reichte daraufhin Verleumdungsklage gegen Le Temps ein.

Nicht bestätigt

Die von der SRG eingesetzten unabhängigen Sachverständigen kamen nun zum Schluss, dass sich Rochebin keiner sexuellen Belästigung oder Mobbing schuldig gemacht habe. Rochebin begrüsse die Ernsthaftigkeit der in der Schweiz durchgeführten Untersuchungen, erklärte dessen Anwalt am Freitag in Paris. Die Schlussfolgerungen bestätigten, was sein Mandant vom ersten Tag an gesagt habe: er sei unschuldig. (sda/lom)


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