Am 27. August 1993 wurde die erste "Arena" gesendet. Ihr 20-Jahre-Jubiläum nimmt Schweizer Radio und Fernsehen zum Anlass für eine Sondersendung. Sonja Hasler und Urs Wiedmer begrüssen dazu ihre Vorgänger, wie das öffentlich-rechtliche Medienhaus in einer Mitteilung schreibt. Alle "Arena"-Moderatoren werfen den Blick zurück auf die brisantesten Themen der beiden letzten Jahrzehnte und diskutieren mit ihren Gästen, was sich seither entwickelt hat und wohin die Politik steuert.
Chronologisch arbeitet sich die "Arena" in der Jubiläumssendung zurück zu ihren Anfängen: Zwischen 2008 und 2010 erschütterte die Finanzkrise die Schweizer Wirtschaft und Politik. In diese Zeit fällt auch die Rettung der UBS. Reto Brennwald, "Arena"-Moderator zwischen 2008 und 2010, schaut deshalb mit Bankenkritiker Jean Ziegler und Bankier Thomas Matter zurück, aber auch in die Zukunft des Schweizer Bankgeheimnisses.

Nicht nur zu den Zeiten von Urs Leuthard, zwischen 2002 und 2008, war das Thema Migration und Asyl ein "Arena"-Dauerthema, wie SRF weiter schreibt. Ausländerthemen haben die Diskussionssendung seit ihren Anfängen begleitet. Personenfreizügigkeit und Asylgesetzrevisionen fielen in die letzten 20 Jahre. Urs Leuthard will von seinen Gästen wissen, was die Schweiz in der Ausländerfrage richtung und was falsch gemacht hat und wie es weiter gehen wird.

Poststellenabbau, Börsengang der Swisscom, Grounding der Swissair und Geburt der Swiss. Diese Themen waren aktuell, als Patrick Rohr zwischen 1999 und 2002 die "Arena" moderierte. Immer wieder wurde aber auch die Grundsatzfrage gestellt, ob staatliche Betriebe nicht besser von Privaten geführt würden. Patrick Rohr möchte zudem wissen, wie viel Service public gut für das Land ist.

Entstanden ist die "Arena" 1993 nach dem Nein des Schweizer Stimmvolkes zum EWR. Die Schweiz war damals geteilt wie kaum je zuvor. Der Röstigraben war tief, und auch zwischen Stadt und Land gab es grosse Differenzen. Ein mittel- oder längerfristiger EU-Beitritt wurde für die meisten Parteien, aber auch für die Regierung ein Wunsch oder doch eine Option. Von einer Europabegeisterung ist heute wenig übrig geblieben. Wie soll sich das Verhältnis der Schweiz zu Europa weiterentwickeln? Das ist das Thema von Filippo Leutenegger, der die "Arena" zwischen 1993 und 2001 leitete. (pd)

