Der zweitgrößte US-Zeitungsverlag, Knight Ridder , steht vor einem Besitzerwechsel. Noch ringen mehrere Anbieter um den Zuschlag, das höchste Angebot liegt laut einem Bericht des Wall Street Journal vom US-Medienhaus McClatchy vor. Der Verlag, der wesentlich kleiner ist als Knight Ridder, hat laut WSJ 4,78 Mrd. Dollar geboten, was 65 Dollar pro Aktie entspricht. Neben McClatchy hat auch ein Private-Equity Konsortium, dem unter anderem die Texas Parcific Group und Thomas H. Lee Partners angehören, ein Angebot gemacht.
Der kalifornische Verlag McClatchy, der einige der wichtigsten Regionalzeitungen der USA herausgibt, ist mit dem Angebot in der Höhe von knapp 4,8 Mrd. Dollar in Bargeld und Aktien der Favorit für die Übernahme, die private Investorengruppe um Texas Parcific hinke diesem mit einem reinen Barangebot von 4,7 Mrd. Dollar hinterher, berichtet das WSJ. Auch eine weitere Investorengruppe, zu der das Verlagshaus Media News gehört, soll Interesse bekundet haben. Ob ein Angebot gelegt wurde ist nicht bekannt.
Knight Ridder verlegt 32 Zeitungen in den USA, unter anderem den Philadelphia Inquirer und Miami Herald. Branchenexperten erwarten, dass Knight Ridder McClatchy als neuen Eigentümer favorisiert, da beide Unternehmen ein ähnliches Geschäftsfeld haben. "Wenn ein Verlag zwei Zeitungen in einer Region herausgibt, kann bei Vertrieb, Verwaltung und Promotion eingespart werden", meint der Branchenanalyst John Morton.

