11.07.2019

SRF

Frauen sollen sichtbarer werden

Nach dem Vorbild der BBC sollen Frauen zu 50 Prozent in den Sendungen vertreten sein. Dies schlägt Chefredaktor Tristan Brenn vor. Das Projekt befindet sich noch in der Anfangsphase.
SRF: Frauen sollen sichtbarer werden
Reine Frauenrunde: Im Februar stand der «Club» unter dem Titel «Was Frauen wollen – Was Männer sollen». (Bild: Screenshot SRF)

Mehr Frauen in den Medien sei nicht eine Frage der Gleichberechtigung, sondern der journalistischen Qualität. «Kann die BBC für uns ein Vorbild sein?», fragt SRF-Chefredaktor Tristan dieser Tage auf Twitter. Und hängt gleich Bilder seines Editorials im internen Newsletter an:


Im Editorial steht, dass SRF nach BBC-Vorbild ein 50:50-Projekt lancieren möchte. Dieses Projekt startete BBC-Journalist Ros Atkins vor zwei Jahren, es macht nun international Schule. Atkins, Moderator der Sendung «Outside Source» auf BBC News, startete mit einer Auflistung, wie viele Männer und Frauen in seinem Programm jeweils vorkommen. Diese stete Aufmerksamkeit auf die Geschlechterfrage habe innerhalb von vier Monaten die Frauenquote von unter vierzig auf fünfzig Prozent erhöhen lassen, heisst es in den Zeitungen von CH Media am Donnerstag. Dadurch sei ein Wettbewerb zwischen den Redaktionen entstanden, mittlerweile würden 500 BBC-Teams teilnehmen.

SRF-Sprecher Andrea Di Meo sagt gegenüber «20 Minuten», dass sich das Projekt noch im Anfangsstadium befinde. Wie bei der BBC sei auch bei SRF die Teilnahme am Projekt für die Sendungen freiwillig. «Es entspricht der Realität, dass es oft schwierig ist, weibliche Gäste oder Expertinnen für Sendungen zu gewinnen», so Di Meo.

Derzeit variiert der Männeranteil bei den Sendungen des Schweizer Fernsehens zwischen 60 und 94 Prozent, wie Brenn in seinem Editorial weiter schrieb. (cbe)



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Kommentare

  • Gubler Max, 11.07.2019 15:44 Uhr
    Ist ja gut so! Werden aber in Zukunft in unseren durch die Mediensteuer finanzierten Staatsmedien auch die 25 Prozent Reformierten, die 31 Prozent Katholiken, die 10 Prozent Moslems, die 0,5 Prozent Juden, die 0,3 Prozent Hindus sowie die fast 35 Prozent Atheisten berücksichtigt? Und die ca. 8 - 12 Prozent Homosexuellen, die ca. 20 - 30 Prozent Bisexuellen, die 55 Prozent rein Heterosexuellen sowie die rund 3 Prozent Transgender? Und die rund 35 Prozent, die überhaupt nicht wissen, wer oder was sie sind? Danke für die Gleichberechtigung für alle!
  • Melani Wullschleger, 11.07.2019 15:54 Uhr
    «Mehr Frauen in den Medien ist nicht eine Frage der Gleichberechtigung, sondern der journalistischen Qualität.» Was für eine freche Aussage! Ist eine Frau also einfach schon mal so oder so eine journalistische Qualität? Ich als Frau finde das eine Beleidigung. Wir brauchen nicht das wohlwollende Urteil über uns Frauen von einem altgedienten Leutschenbach-Macho, inzwischen sich zum Chefredaktor von SRF hochgeschmust. Wechselt den endlich mal aus! Setzt mal eine Frau als Chefredaktorin ein!!!
  • Victor Brunner, 11.07.2019 17:32 Uhr
    50% Frauen tönt wie 50% Früchte in der Marmelade. SRF ist zu empfehlen einmal in der 6 Wood Lane, White City, bei der BBC zu schauen wie das Unternehmen junge JournalistenInnen fördert und entwickelt. Wenn 50% Strategie von Frau Wappler ist dann hallo. Frauen in jedem Fall ja. Plätze könnten auf jeden Fall neu besetzt werden, die CLUB Reaktion und die Moderatorin Frau Lüthy. In der lezten Clubsendung zum Detailhandel haben die es geschafft den wichtigsten Player fernzuhalten, den/die KonsumentenInnen. Es war die Fortsetzung des Knie-Gewurstel!
  • Peter Eberhard, 12.07.2019 09:30 Uhr
    Nur noch kurios. Mir ist völlig wurscht, ob es 25%, 50%, 75% oder 100% Frauen (oder was auch immer, siehe Max Gubler) sind. Ich erwarte einfach Personen*innen, die etwas zu sagen haben.

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