Mehr Frauen in den Medien sei nicht eine Frage der Gleichberechtigung, sondern der journalistischen Qualität. «Kann die BBC für uns ein Vorbild sein?», fragt SRF-Chefredaktor Tristan dieser Tage auf Twitter. Und hängt gleich Bilder seines Editorials im internen Newsletter an:
Mehr Frauen in den Medien ist nicht eine Frage der Gleichberechtigung, sondern der journalistischen Qualität. Kann die BBC für uns ein Vorbild sein? Mein Editorial im internen Newsletter von #SRF pic.twitter.com/1HXc8KRN7d
— Tristan Brenn (@brenntr) July 8, 2019
Im Editorial steht, dass SRF nach BBC-Vorbild ein 50:50-Projekt lancieren möchte. Dieses Projekt startete BBC-Journalist Ros Atkins vor zwei Jahren, es macht nun international Schule. Atkins, Moderator der Sendung «Outside Source» auf BBC News, startete mit einer Auflistung, wie viele Männer und Frauen in seinem Programm jeweils vorkommen. Diese stete Aufmerksamkeit auf die Geschlechterfrage habe innerhalb von vier Monaten die Frauenquote von unter vierzig auf fünfzig Prozent erhöhen lassen, heisst es in den Zeitungen von CH Media am Donnerstag. Dadurch sei ein Wettbewerb zwischen den Redaktionen entstanden, mittlerweile würden 500 BBC-Teams teilnehmen.
SRF-Sprecher Andrea Di Meo sagt gegenüber «20 Minuten», dass sich das Projekt noch im Anfangsstadium befinde. Wie bei der BBC sei auch bei SRF die Teilnahme am Projekt für die Sendungen freiwillig. «Es entspricht der Realität, dass es oft schwierig ist, weibliche Gäste oder Expertinnen für Sendungen zu gewinnen», so Di Meo.
Derzeit variiert der Männeranteil bei den Sendungen des Schweizer Fernsehens zwischen 60 und 94 Prozent, wie Brenn in seinem Editorial weiter schrieb. (cbe)
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