07.07.2015

Axel Springer und ProSiebenSat.1

Gerüchte um Fusionsverhandlungen

Der Aktienkurs der beiden Unternehmen reagierte unmittelbar.
Axel Springer und ProSiebenSat.1: Gerüchte um Fusionsverhandlungen

Die deutschen Medienkonzerne Axel Springer und ProSiebenSat.1 verhandeln laut Medienberichten über einen Zusammenschluss. Dies liess den Aktienkurs der beiden Unternehmen in Frankfurt zeitweise um 7 Prozent und mehr in die Höhe schnellen. Die Konzerne kommentieren die Gerüchte derweil nicht.

Man erkläre sich "zum Wahrheitsgehalt von Marktspekulationen grundsätzlich nicht", sagte eine Sprecherin von Axel Springer. Gleichzeitig dementierte sie Spekulationen, wonach die Verlegerin Friede Springer die Kontrolle über das Unternehmen abgeben könnte. ProSiebenSat.1 äusserte sich zunächst nicht zu den Berichten über eine Fusion. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX, es gebe Gespräche zwischen den Konzernen, diese seien aber in einem sehr frühen Stadium. Über die Fusionsgespräche hatten zuerst das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.
 
Axel Springer hatte bereits 2006 versucht, die Sendergruppe zu übernehmen. Die deutschen Kartellbehörden hatte die Fusion jedoch verboten. Laut den Wettbewerbshütern hätte Europas grösster Zeitungsverlag mit der "Bild"-Zeitung und den Fernsehsendern von ProSiebenSat.1 über eine zu grosse Werbe- und Meinungsmacht verfügt. (sda/afp/dpa)

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