Das Onlinemagazin Republik hat das achte Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen beendet. Obwohl die Revision noch nicht alle Details geprüft hat, steht laut einer Mitteilung an die Abonnenten fest, dass das Unternehmen einen deutlichen Gewinn erwirtschaftet hat.
Aufgrund des positiven Ergebnisses erhöht die Republik ihr geplantes Budget von 6,2 auf 6,6 Millionen Franken. Ein Teil der zusätzlichen Mittel fliesst in den Aufbau eines neuen Ressorts für internationale Berichterstattung und Geopolitik. Das Magazin will damit auf die zunehmende Bedeutung globaler Konflikte und deren Auswirkungen auf die Schweiz reagieren (persoenlich.com berichtete).
Expansion in soziale Medien
Ein weiterer Schwerpunkt liegt gemäss des Newsletters auf der Erschliessung jüngerer Zielgruppen. Da der Altersdurchschnitt der Leserschaft bei 57 Jahren liegt und Menschen unter 30 unterrepräsentiert sind, investiert die Republik in audiovisuelle Aufbereitung ihrer Inhalte für Videoplattformen. Alisa Fäh wurde als neue Expertin für Social und Visual Storytelling eingestellt und wird ab September für die Präsenz auf YouTube, Instagram und TikTok verantwortlich sein.
David Bauer, Co-Gründer des Klimalabors und bisheriger Verantwortlicher für «Challenge Accepted», übernimmt neu die Leitung der Produktentwicklung und wird seinen Hauptfokus entsprechend verschieben. Ein erstes Ergebnis dieser Bemühungen ist der kostenlose Newsletter «Republik am Sonntag», der seit Juli verfügbar ist und wöchentlich einen Archivbeitrag präsentiert.
Neben Fäh und Bauer wurden vier weitere neue Mitarbeitende begrüsst: Katrin Schregenberger und Philippe Amrein in der Produktion, Nina Hurni als Praktikantin im Feuilleton sowie Jan Haas als Praktikant in HR und Finanzen. Gleichzeitig sucht das Unternehmen aufgrund einer geplanten Teilsanierung des Rothauses neue Büroräumlichkeiten von mindestens 400 Quadratmetern in Zürich.
Die Urabstimmung über die Finanzen ist für November geplant. (pd/cbe)

