26.05.2014

Europawahl

Giovanni di Lorenzo unter Beschuss

Der "Zeit"-Chefredaktor hat seine Stimme zweimal abgegeben.

Am Sonntagabend diskutierte Günther Jauch in seiner Talkshow mit Schriftstellerin Juli Zeh, "Zeit"-Chef Giovanni di Lorenzo und den Politikern Peer Steinbrück und Wolfgang Schäuble über die Europawahl. Dabei sagte di Lorenzo, der sowohl die deutsche als auch die italienische Staatsbürgerschaft hat, er habe seine Stimme zweimal abgegeben.

Dies ist strafbar - und sorgt entsprechend für Aufruhr. Pikanterweise hatte "Zeit Online" vergangene Woche selber über eine Lücke im Wahlsystem berichtet, die Doppelbürgern eine doppelte Stimmabgabe ermögliche. Doch darauf stehen bis zu fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Dies sorgte in der Sendung für einiges Unbehagen, wie meedia.de berichtet. Gegenüber der "Bild"-Zeitung entschuldigte sich der Journalist mittlerweile und gab an, er hätte nicht gewusst, dass man nicht in zwei Ländern abstimmen dürfe. Wie "Spiegel Online" berichtet, ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft.  (lmy)


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