23.04.2020

Telebasel

Heftige Kritik an CEO Michael Bornhäusser

Nach einem Interview mit Ueli Vischer, Verwaltungsratspräsident der Messe Schweiz, gehen die Wogen hoch. Der Senderchef kann die Kritik an seiner Person nicht nachvollziehen.
Telebasel: Heftige Kritik an CEO Michael Bornhäusser
Sorgte für Aufsehen: der «Telebasel Talk» mit Ueli Vischer (links) und Senderchef Michael Bornhäusser. (Bild: Screenshot Telebasel)

Der «Telebasel Talk» vom Mittwochabend wird auf Twitter als «Lehrbeispiel für die Journalistenschule» herumgereicht – jedoch als schlechtes. «Ein allwissender Moderator macht Ueli Vischer zum Gewinner», heisst es in einer am Donnerstag publizierten TV-Kritik auf dem Onlineportal der BaZ. Was ist passiert?

Telebasel-CEO Michael Bornhäusser, gleichzeitig auch geschäftsführender Stiftungsrat, hatte am Mittwochabend im «Telebasel Talk» Ueli Vischer, Verwaltungsratspräsident der Messe Schweiz, zu Gast. Thema waren die schlechten Zahlen des Unternehmens. Schnell wurde in der Sendung klar, dass Vischer kaum zu Wort kam und Bornhäusser stattdessen zu langen Monologen ansetzte – der längste davon dauerte 2,5 Minuten. «Da blieb nicht nur seinem Studiogast die Spucke weg», heisst es im «Basel Briefing» von Bajour.

Oder in den Worten der BaZ: «Nachdem es vorbei war, war man baff. Anstatt Vischer, der beim Erklären der Messe-Strategie nicht immer einen sattelfesten Eindruck macht, richtig in die Mangel zu nehmen, zog Moderator Michael Bornhäusser eine blasierte One-Man-Show ab.» Bornhäusser bedankte sich am Schluss bei Vischer, dass er sich gestellt habe. Vischer sichtlich entnervt: «Ich habe mich nicht gestellt, Sie haben einfach geschwätzt.»

Rücktritt gefordert

In den sozialen Medien gingen nach dem Talk die Wochen hoch. Auf Twitter wurde von CVP-Grossrat Balz Herter gar die Forderung laut, Bornhäusser müsse «auf der Stelle abgesetzt» werden:


Der Kritisierte ist sich keiner Schuld bewusst. «Ich hatte den Eindruck, dass das Gespräch alles in allem freundlich verlief», sagte Bornhäusser gegenüber Primenews. Und auch die Redezeit sei gleichmässig verteilt gewesen. Laut Primenews führt der gebürtige Deutsche die Kritik, die nun auf ihn einprasselt, auf seine Herkunft zurück.

Vischer wollte gegenüber Primenews keine Stellung nehmen. Auch nicht der Stiftungsratspräsident von Telebasel, Roger Thiriet: «Ich kann hierzu keine Stellung nehmen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt oder sich zumindest eines daraus entwickeln könnte.» (cbe)



Newsletter wird abonniert...

Newsletter abonnieren

Wollen Sie Artikel wie diesen in Ihrer Mailbox? Erhalten Sie frühmorgens die relevantesten Branchennews in kompakter Form.

Kommentar wird gesendet...

Kommentare

Kommentarfunktion wurde geschlossen

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Anzeige
Zum Seitenanfang20201201

Die Branchennews täglich erhalten!

Jetzt Newsletter abonnieren.