Grosse Ehre für den "Blick am Abend". Die Gratiszeitung des Ringierverlags, welche bislang von der NZZ - wenn überhaupt - nur mit ironischem Unterton erwähnt wurde, steht in der hauseigenen Werbung als Garant für Glaubwürdigkeit.
In der Print-Ausgabe vom Mittwoch wirbt die NZZ für das Buch "Ariella Kaeslin – Leiden im Licht", welches vom Verlag NZZ Libro herausgegeben wurde. Titel des Inserates: "Platz eins der Schweizer Bestsellerliste (Blick am Abend)".

Der verwunderte Leser stellt sich die Frage: Warum dient ausgerechnet der "Blick am Abend" bei der noblen NZZ als Garant für diese Information? Denn es gilt doch: Entweder ist ein Buch auf dem ersten Platz der Bestsellerliste, oder nicht.
Ein Blick auf die aktuelle Sachbuch-Bestsellerliste auf hitparade.ch zeigt übrigens: "Ariella Kaeslin – Leiden im Licht" ist wirklich auf Platz eins. Somit wäre im Inserat der Verweis auf den "Blick am Abend" gar nicht zwingend nötig gewesen. (ma)
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