08.05.2014

China

Hongkonger Verleger zu zehn Jahren Haft verurteilt

Journalistin wegen Geheimnisverrats festgenommen.

Ein Hongkonger Verleger, der ein kritisches Buch über den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping herausbringen wollte, ist in China zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in der südchinesischen Stadt Shenzhen habe dem 73-jährigen Yao Wentian "Schmuggel" vorgeworfen, berichtete sein Anwalt Ding Xikui am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa.

Laut Medienberichten soll der Verleger über die Grenze nach Shenzhen gelockt worden sein, wo er im Oktober festgenommen wurde. Vorher sei ihm wegen seiner Mitarbeit am Buch des im Exil in den USA lebenden Bürgerrechtlers Yu Jie mit dem Titel "Chinas Pate Xi Jinping" schon gedroht worden.

Journalistin wegen Geheimnisverrats festgenommen 
Die kritische chinesische Journalistin Gao Yu ist wegen "Geheimnisverrats" festgenommen worden. Die 70-Jährige wurde am Donnerstag sogar im staatlichen Fernsehen mit einem Geständnis vorgeführt. Darin bedauerte die bekannte Autorin, dass ihr Verhalten "den nationalen Interessen geschadet" und Gesetze verletzt habe.

Es geht laut Staatsmedien um ein "hoch vertrauliches Dokument", das sie im Juni vergangenen Jahres an eine ausländische Webseite gesendet haben soll. Die Journalistin, die in den 1990er Jahren sechs Jahre in Haft gesessen hat, darf in China nicht publizieren, schrieb aber für ausländische Medien wie den chinesischen Dienst der Deutsche Welle. (sda)

 



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