Dem armenischen Journalisten und Herausgeber der zweisprachigen Wochenzeitung "Agos" Hrant Dink wird am 12. Mai 2006 vom Verlag Gruner + Jahr und der Zeitschrift stern für sein Engagement der unterdrückten armenischen Minderheit in der Türkei der Henri Nannen Preis für seine Verdienste um die Pressefreiheit verliehen.
Dink "gibt seinem Volk eine Stimme und ist Sprachroh der Unsichtbaren", heisst es in einem stern-Porträt (Ausgabe 19 vom 4.05.2006). Mit absurden Vorwürfen verfolge die Justiz in der Türkei Dink. Dreimal wurde er in den vergangenen Monaten wegen "Beleidigung des Türkentums" verklagt, weil er die Mauer des Schweigens und der Angst durchbrochen habe, hinter der die türkischen Armenier bis dahin gelebt hätten.

