13.12.2017

Matthias Hüppi

«Ich habe nicht nach dem Notausgang gesucht»

Nach 38 Jahren beim Schweizer Fernsehen wechselt Matthias Hüppi zum FC St. Gallen. Gibt es Parallelen zwischen einem Moderator und einem Klub-Präsident? persoenlich.com hat am Dienstagabend kurz beim SRF-Aushängeschild nachgefragt.
Matthias Hüppi: «Ich habe nicht nach dem Notausgang gesucht»
Matthias Hüppi, der neue Verwaltungsratspräsident, spricht an der Medienorientierung des FC St. Gallen vom Dienstag vor Journalisten. (Bild: Keystone/Benjamin Manser)
von Edith Hollenstein

Herr Hüppi, Sie verlassen SRF definitiv (persoenlich.com berichtete). Haben Sie wegen No-Billag kalte Füsse bekommen?
Nein, nicht im Geringsten. Das spielte keine Rolle, denn die Aufgabe wurde an mich herangetragen. Ich habe nicht aktiv nach etwas Neuem oder dem Notausgang gesucht. Denn ich stehe der Abstimmung gelassen gegenüber und machte mir keine Sorgen.

Aber wie ist die Stimmung im Leutschenbach momentan: Sind viele Ihrer Kollegen ebenfalls auf der Suche nach einem neuen Job?
Damit hat mein Wechsel gar nichts zu tun. Einzig und allein die Aufgabe als Präsident des FC St. Gallen reizte mich.

Nun müssen Sie zuerst einen Sportchef und einen CEO suchen. Holen Sie den aus Ihrem SRF-Kollegen-Netzwerk?
Das Feld ist völlig offen und es wird dann hoffentlich eine Auswahl geben an Leuten, die wir engagieren können. Wichtig ist sicher die Funktion des Sportchefs. Dieser hat für einen Super-League-Klub eine ganz zentrale Funktion: einerseits was die erste Mannschaft anbelangt, andererseits in Bezug auf die Nachwuchsförderung.

Wo gibt es Parallelen zwischen der Tätigkeit des Journalisten und derjenigen eines Präsidenten?
Sowohl als Fernsehmoderator und auch in der neuen Funktion ist man exponiert. Man muss Gegenwind aushalten können. Bekannterweise bekommt der Mensch grundsätzlich lieber Lob als Haue. Daher hoffe ich, dass es in diese Richtung geht – auch beim FC St. Gallen.

Werden Sie weiterhin im Aargau wohnen oder ziehen Sie zurück in die Ostschweiz?
Ich kann meine Familie nicht sofort aus unserem langjährigen Wohnort Mutschellen herausreissen. Im neuen Job ist die Nähe zu den Leuten aber wichtig. Ich werde dafür sorgen, dass ich in St. Gallen präsent sein kann. Und wer weiss, vielleicht zügelt ja meine Familie eines Tages tatsächlich in die Ostschweiz, denn dieses Engagement als Präsident sehe ich als ein langfristiges Projekt.

 



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