Frau Meyer, in der "SonntagsZeitung“ berichten Sie als Single von der Männersuche. Aus welchem Grund schreiben Sie über dieses private Thema?
Ich denke nicht, dass das ein privates Thema ist, sondern eines, das durchs Band alle Menschen bewegt, interessiert und fasziniert. Deshalb war das Echo auf den Artikel auch so gross.
Die Reaktionen auf ihrem ersten Artikel im Frühling waren nicht nur gross, sondern auch hart. Ihre Aussage, die Zürcher Männer seien zu wenig mutig, wurde heftig kritisiert. Wie gehen Sie damit um?
Darauf antworte ich wie damals auch: Sie haben offensichtlich meinen Text nicht genau gelesen, denn ich kritisiere darin die Mentalität der Stadt und die Mentalität der Bewohner. Ich ziele keineswegs nur auf die männlichen Zürcher ab.
Eigentlich nur gute, wenn man den Tagesanzeiger.ch-Stadtblog von Réda El Arbi nicht mit einberechnet. Wir haben uns aber mittlerweile versöhnt.
Ich wollte sicherlich weiterhin für die 'SonntagsZeitung' schreiben, in welcher Form war aber noch nicht klar. Als ich nach meinem TV-Auftritt im Juli beim 'Club' vom SRF zum Speeddaten eingeladen wurde, konnte ich diese Schreib-Chance nicht ausschlagen. Und ja, ich bin auch an anderen Themen als datende Zürcher interessiert.
Nein, waren sie nicht. Was aber auch sehr okay ist.
Wenn man die vergangenen Titelgeschichten der 'SonntagsZeitung' anschaut, waren fast jeden Sonntag Gesellschaftsthemen auf der Front. Von Selfie-Stick-Themen über Männer, die die Natur suchen über 'Vererbtes Scheidungsrisiko'. Das Für-Argument war sicherlich wie oben erwähnt, dass die Partnersuche ein Thema ist, welches viele Menschen interessiert. Und so war es dann ja auch.
Nein, das denke ich nicht. Ich durfte jedoch zwischenzeitlich privat sehr viele tolle Leute kennenlernen, platonisch, wie auch weibliche. Dafür bin ich sehr dankbar. Und ich bin des Weiteren noch immer der Überzeugung, dass der Zufall eine grosse Rolle spielt, wenn es um die Liebe und das Kennenlernen geht.
Ich arbeite seit Jahren freiberuflich für das "Rockstar Magazine". Zuvor hatte ich einen Blog bei der "Schweizer Illustrierten". 2012/13 habe ich die Ringier Journalistenschule absolviert in Verbindung mit einem Volontariat im Unterhaltungsressort bei der SI. (wid)
Bild: Andrea Monica Hug

