18.11.2021

Tamedia

Isabelle Jacobi wird Bund-Chefredaktorin

Die 52-Jährige, derzeit USA-Korrespondetin von Radio SRF in Washington, übernimmt in Bern die Nachfolge von Patrick Feuz.

Die SRF-Journalistin Isabelle Jacobi wird Chefredaktorin von Der Bund und Mitglied der Chefredaktion BZ/Bund. Sie tritt die Nachfolge von Patrick Feuz an, der Anfang 2022 zur Berner Kommunikationsagentur Gecko Communication wechselt (persoenlich.com berichtete). Wann genau Isabelle Jacobi ihre Stelle beim Bund antreten wird, ist noch offen, heisst es in einer Mitteilung von Tamedia.

Foto_Isabelle Jacobi (JPG)

«Ich freue mich auf die neue, spannende Aufgabe und meinen Wechsel vom Potomac an die Aare», wird Isabelle Jacobi zitiert. «Als Mitglied der Chefredaktion BZ/Bund werde ich mich für Qualitätsjournalismus auf dem Medienplatz Bern einsetzen und den traditionsreichen Bund zusammen mit der konvergenten BZ/Bund-Redaktion in die multimediale Zukunft steuern.»

Isabelle Jacobi ist seit 2017 als USA-Korrespondentin von Radio SRF in Washington D.C. tätig. Davor war sie fast zehn Jahre bei der SRF-Radiosendung «Echo der Zeit», zuerst als Produzentin und Moderatorin, ab 2012 übernahm sie die Redaktionsleitung. Zwischen 2006 und 2008 war sie freie Korrespondentin in New York und arbeitete dabei für SRF, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Berlin, NZZ am Sonntag und Der Bund. Von 1999 bis 2006 war sie Moderatorin und Redaktorin von «DRS 2 aktuell». Davor arbeitete sie unter anderem als Dramaturgin und Theaterautorin. Isabelle Jacobi verfügt über einen Master in Anglistik, Schweizer Geschichte und Theaterwissenschaften der Universität Bern. Darüber hinaus hat sie in Los Angeles Betriebswirtschaft und in New York Journalismus studiert.

Pietro Supino, Verleger von Tamedia: «Mit ihrem journalistischen Leistungsausweis und ihrer Erfahrung mit neuen Erzählformen sowie mit ihren Berner Wurzeln und ihrer internationalen Perspektive bringt Isabelle Jacobi hervorragende Voraussetzungen für ihre neue Aufgabe als Chefredaktorin des Bund mit. Es ist mir eine ausserordentliche Freude, sie in den Kreis unserer Chefredaktorinnen und Chefredaktoren aufzunehmen. Es erwartet sie eine spannende Aufgabe in einer viel bewegten und sich verändernden Zeit. Ich wünsche ihr dabei alles Gute und freue mich auf die Zusammenarbeit. »

Marco Boselli, Co-Geschäftsführer von Tamedia, ergänzt: «Ich finde es toll, dass wir eine Journalistin mit hohem Renommee, die zudem ursprünglich aus Bern stammt, als neue Bund-Chefredaktorin gewinnen konnten. Isabelle Jacobi passt hervorragend zum publizistischen Profil des Bund und wird dieses mit ihrer grossen Erfahrung im Bereich Recherche und Hintergrund weiter schärfen. Darüber hinaus wird sie redaktionsübergreifend innerhalb ganz Tamedia wichtige Inputs für neue Audioformate geben.»

In einer weiteren Mitteilung von SRF wird Marco Kauffmann, Redaktionsleiter Ausland, zitiert: «Isabelle Jacobi hat die turbulenten Trump-Jahre mit souveränen Analysen und Einschätzungen aus Washington begleitet. In eindrücklichen Reportagen vermittelte sie aber auch, was die politische Basis von Alaska bis Texas bewegt. Wir danken Isabelle Jacobi für ihr riesiges Engagement und gratulieren der langjährigen SRF-Journalistin zu diesem Karriereschritt.»

Die Nachfolge von Isabelle Jacobi als US-Korrespondentin ist noch nicht geregelt. Ihre Stelle wird demnächst ausgeschrieben. (pd/cbe)



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Kommentare

  • Jan Holler, 20.11.2021 08:00 Uhr
    Dem Titel Chefredaktorin fehlt in diesem Fall der Inhalt. Chef? Filialleiterin wäre wirklich der passendere Ausdruck und entspräche auch eher der Wirklichkeit: Die Befehle und Entscheidungen von oben müssen unten vermittelt und durchgesetzt werden. Selber hat man nur die Kompetenz, Vorschläge im engen Rahmen zu machen. - Das wird nichts. In einem Jahr ist sie spätestens wieder weg. - Oder sie trägt weiter zum Niedergang der TA-Media-Blätter bei, dann wird sie bleiben.
  • Sebastian Renold, 19.11.2021 11:33 Uhr
    Zu Penzinger: Vor Jahren schrieb ein frustrierter Redaktor einmal an die Hauswand der Zürcher Tamedia-Zentrale: "Wer Profil hat, spurt nicht."
  • Rudolf Penzinger, 18.11.2021 10:32 Uhr
    "Isabelle Jacobi passt hervorragend zum publizistischen Profil des Bund." (Tamedia-Bonelli). - Leider ist vom ursprünglichen "Profil" durch die Tamedia-Politik inzwischen das meiste verloren gegangen. Als blosse "Filialleiterin" wird es Jacobi schwer fallen, in Bern neues Profil aufzubauen. Da müsste in Zürich schon ein Wunder geschehen; aber Supino ist nicht der "Wunder-Zampano". Bislang galt in seinen Häusern eher die Devise "Je profil-loser, desto besser".
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