Der Nachrichten- und Datenanbieter Thomson Reuters hebt nach einem erfolgreichen dritten Geschäftsquartal seine Jahresprognose leicht an. Demnach werden die Konzernerlöse 2010 mindestens stabil bleiben oder sogar leicht zulegen. Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Saldo aus Neubestellungen und Kündigungen im Kerngeschäft mit Abonnenten werde positiv sein. Bislang hatte Vorstandschef Tom Glocer einen konstanten oder leicht fallenden Umsatz in Aussicht gestellt.
Im Zeitraum Juli bis September steigerte Thomson Reuters seine Erlöse im Kerngeschäft, bereinigt um Währungseffekte, um drei Prozent auf 3,25 Mrd. Dollar. Der operative Gewinn ging im Quartal gleichwohl um vier Prozent auf 681 Mio. Dollar binnen Jahresfrist zurück, vorwiegend aufgrund von Investitionen in Milliardenhöhe in neue Produkte. Die operative Rendite belief sich damit auf noch knapp 21 Prozent.
Mit seinen Zahlen zu Gewinn und Umsatz lag Thomson Reuters über den Erwartungen von Branchenexperten. Angesichts des positiven Trends im Abonnentengeschäft sollte im kommenden Jahr ein Erlöszuwachs möglich sein, kündigte Glocer an.
Der Konzern war 2008 aus der Verschmelzung der kanadischen Mediengruppe Thomson mit dem britischen Nachrichtenanbieter Reuters entstanden. Wie andere Informations-Dienstleister für Banken, Unternehmen und Medien hatte auch Thomson Reuters zuletzt mit den Folgen der Finanzmarktkrise zu kämpfen. Weltweit hatten Banken massiv Arbeitsplätze abgebaut, was die Nachfrage nach Nachrichtenplattformen, Handelssystemen sowie Datenbanken und Softwareprodukten dämpfte. (sda)

