Der Newsroom des «Zofinger Tagblatt» erhält Verstärkung: Per Anfang August ist Joël Widmer zur Redaktion gestossen. Der 41-Jährige wird stellvertretender Chefredaktor.
Chefredaktor des «Zofinger Tagblatt» Philippe Pfister kennt Widmer von der Arbeit beim «SonntagsBlick», wo Pfister von 2009 bis 2016 stellvertretender Chefredaktor war. «Ich freue mich sehr, dass wir für unseren Newsroom einen so erfahrenen und engagierten Journalisten gewinnen konnten. Ich habe schon früher hervorragend mit ihm zusammengearbeitet», hält Pfister fest.
Ein vielseitiger beruflicher Werdegang
Joël Widmer studierte Schweizer Geschichte, Medienwissenschaft und Politikwissenschaft an den Universitäten Bern, Stockholm und Zürich und absolvierte die Diplomausbildung Journalismus am MAZ in Luzern. Seine journalistische Karriere begann er bei der «Zürichsee-Zeitung», während des Studiums war er als freier Mitarbeiter und Dienstredaktor für die «Berner Zeitung» tätig. Nach dem Studium absolvierte er bei der «SonntagsZeitung» ein Volontariat.
Zwischen 2007 und 2017 berichtete Widmer für diverse nationale Medien wie die Pendlerzeitung «News», den «SonntagsBlick» oder die «SonntagsZeitung» als Polit-Redaktor aus dem Bundeshaus. Von 2014 bis 2017 war Widmer zusammen mit Matthias Halbeis Co-Leiter des Ressorts Politik der «Blick»-Gruppe.
2017 wurde Widmer mit dem Swiss Press Award in der Kategorie Print ausgezeichnet. Den Preis erhielten Joël Widmer und Christoph Lenz für die Bauland-Recherche zu Bundesrat Guy Parmelin (persoenlich.com berichtete).
Rückkehr in den Lokaljournalismus als Chance
Seit Ende 2017 war der Polit-Redaktor in erster Linie Hausmann. «Ich habe zwei Kinder im Alter von zwei und sechs Jahren und wollte bewusst einmal mindestens ein halbes Jahr mehrheitlich zu Hause sein», sagt Widmer gegenüber persoenlich.com. Daneben habe er als freier Journalist gearbeitet, etwa für die «Weltwoche», WOZ, «Berner Zeitung» und das «Velojournal».
Nach etlichen Jahren bei Grossverlagen kehrt Widmer nun in den Lokaljournalismus zurück. «Gerade in Zeiten der Konzentration von überregionalen Ressorts bietet der Lokaljournalismus die spannendsten Entfaltungsmöglichkeiten», begründet er seinen Entscheid. Der erfahrene Journalist freut sich, beim «Zofinger Tagblatt» wieder über die Lokalpolitik zu berichten – jene Ebene, die den Bürgerinnen und Bürgern am nächsten sei.
Ganz besonders reize es ihn nach vielen Jahren bei Grossverlagen, nun bei einem kleinen unabhängigen lokal verankerten Betrieb tätig zu sein und dabei auch die fortlaufende Transformation ins digitale Zeitalter mitzugestalten. (as)

