21.06.2015

Prix Caritas

Journalist für Einsatz für Flüchtlinge gewürdigt

Gabriele del Grande beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Migranten, die an Toren Europas stranden.

Mit dem Prix Caritas 2015 wurde in Luzern der italienische Journalist, Autor, Filmer und Blogger Gabriele del Grande ausgezeichnet. Der Basler Bischof Felix Gmür würdigte das Engagement des Preisträgers. Dieser setzt sich seit mehr als zehn Jahren publizistisch für Migranten und Flüchtlinge ein, die an den Toren Europas stranden.

Der 33-jährige Italiener Gabriele del Grande hat das Schicksal zahlreicher Migranten und Flüchtlinge in Büchern und Zeitungsartikeln dokumentiert. Er stellte sehr rasch fest, dass es über Migranten keine Statistiken gab. Deshalb intensivierte er seine Nachforschungen und veröffentlichte sie auf seinem Blog "Fortress Europe" (Festung Europa), der mittlerweile in 21 Sprachen übersetzt wird.

Gabriele del Grande: "Ungefähr 200 000 Migranten und Flüchtlinge kommen jährlich über das Mittelmeer. Im Verhältnis zu den 507 Millionen Bewohnern der Europäischen Union ist das sehr wenig - weniger als ein halbes Promille! Das verkraftet Europa problemlos."

Wie Bischof Felix Gmür in seiner Laudatio hervorhob, verdiene del Grande Respekt und Anerkennung für seinen konsequenten und kritischen Blick auf die europäische Migrationspolitik. Diese sei vergiftet vom Gedanken der Abschreckung, sozial folgenschwer, aber wirkungslos: "Die Menschen kommen dennoch. Sie lassen sich nicht abschrecken. Wer wegen Krieg, Gewalt, politischer Unterdrückung oder fehlender Zukunftschancen flieht, der lässt sich von verschlossenen Grenzen nicht abhalten." (sda)

 

 

 

Italineischer Journalist für Einsatz für Flüchtlinge gewürdigt

 

Gabriele del Grande beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Migranten, die an Toren Europas stranden.

 

Mit dem Prix Caritas 2015 wurde in Luzern der italienische Journalist, Autor,

Filmer und Blogger Gabriele del Grande ausgezeichnet. Der Basler Bischof Felix

Gmür würdigte das Engagement des Preisträgers. Dieser setzt sich seit mehr als

zehn Jahren publizistisch für Migranten und Flüchtlinge ein, die an den Toren

Europas stranden.

 

Der 33-jährige Italiener Gabriele del Grande hat das Schicksal zahlreicher

Migranten und Flüchtlinge in Büchern und Zeitungsartikeln dokumentiert. Er

stellte sehr rasch fest, dass es über Migranten keine Statistiken gab. Deshalb

intensivierte er seine Nachforschungen und veröffentlichte sie auf seinem Blog

"Fortress Europe" (Festung Europa), der mittlerweile in 21 Sprachen übersetzt

wird.

 

Gabriele del Grande: "Ungefähr 200 000 Migranten und Flüchtlinge kommen

jährlich über das Mittelmeer. Im Verhältnis zu den 507 Millionen Bewohnern der

Europäischen Union ist das sehr wenig - weniger als ein halbes Promille! Das

verkraftet Europa problemlos."

 

Wie Bischof Felix Gmür in seiner Laudatio hervorhob, verdiene del Grande

Respekt und Anerkennung für seinen konsequenten und kritischen Blick auf die

europäische Migrationspolitik. Diese sei vergiftet vom Gedanken der

Abschreckung, sozial folgenschwer, aber wirkungslos: "Die Menschen kommen

dennoch. Sie lassen sich nicht abschrecken. Wer wegen Krieg, Gewalt,

politischer Unterdrückung oder fehlender Zukunftschancen flieht, der lässt sich

von verschlossenen Grenzen nicht abhalten." (sda)

 

 


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