Dies ist einer Todesanzeige in der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Mittwoch zu entnehmen. «Hansjörg Abt hat mit seinen herausragenden Beiträgen in den 1970er und 1980er Jahren die Unternehmensberichterstattung der NZZ wesentlich geprägt», würdigt das Zeitungshaus seinen ehemaligen Mitarbeiter.
H.A. – so lautete sein Kürzel – stiess 1969 zur NZZ und berichtete zuerst aus einem Aussenbüro der Wirtschaftsredaktion in Basel. Mitte der 1970er Jahre wechselte er als Wirtschaftsredaktor nach Zürich. «Seine mit wortgewaltiger Feder geschriebenen, oft kritischen, aber immer präzisen und stichhaltigen Unternehmensanalysen, Fallstudien oder Berichte zur Wirtschaftskriminalität waren so beliebt wie mancherorts auch gefürchtet», heisst es in der Todesanzeige.
Mit seiner Aufdeckung des Betrugsfalls um Werner K. Rey, seinen Berichten zu Alusuisse und zum Schweizer Aktienrecht habe er buchstäblich Geschichte geschrieben, so die NZZ. Daneben habe sich der begeisterte Berggänger auch publizistisch dem Alpinismus gewidmet. 1993 machte Abt sich selbstständig, sei aber der NZZ zeitlebens verbunden geblieben. (as)

