Die deutsche Zeitung «Die Welt» hat den Journalisten Günther Lachmann entlassen, wie Herausgeber Stefan Aust via Twitter bekannt gab. Grund dürfte ein Interessenkonflikt Lachmanns sein: Ein Vorsitzender der rechten deutschen Partei Alternative für Deutschland (AFD) warf den Journalisten kürzlich auf Facebook vor, sich für 4000 Euro pro Monat bei der AFD als Berater angeboten zu haben. Brisant: Lachmann habe seine Position als «Welt»-Redaktor, der für die Berichterstattung über die AFD verantwortlich ist, parallel dazu weiter ausüben wollen.
Herausgeber Aust sagte auf Anfrage von «Spiegel online»: «Solange wir Mitarbeitern kein unredliches Verhalten nachweisen können, stehen wir hinter ihnen, wenn es andere Informationen gibt, trennen wir uns von ihnen.» Noch am Freitag sagte Aust, Lachmann habe eine eidesstattliche Erklärung abgegeben, dass die Vorwürfe falsch seien und werde rechtliche Schritte einleiten. (rar)

