03.05.2014

Reporter ohne Grenzen

Kampagne zum Welttag der Pressefreiheit

Christine Maier und Beatrice Müller lassen sich den Mund verschliessen.
Reporter ohne Grenzen: Kampagne zum Welttag der Pressefreiheit

Zum Welttag der Pressefreiheit, dem 3. Mai, macht Reporter ohne Grenzen Schweiz mit Unterstützung der beiden bekannten Journalistinnen Christine Maier und Beatrice Müller darauf aufmerksam, wie zentral und wie gefährdet die Presse- und Informationsfreiheit sind.

Journalisten und Internetaktivisten leben gefährlich, wenn sie mit ihrer Arbeit autoritären Regimes, paramilitärischen Gruppen, religiösen Milizen, kriminellen Organisationen oder anderen rabiaten Interessensvertretern in die Quere kommen, heisst es in der Mitteilung.

Zum Welttag der Pressefreiheit zeigen sich zwei bekannte Schweizer Journalistinnen solidarisch mit gefährdeten Medienschaffenden: Christine Maier (vgl. Bild oben), früher "10 vor 10"- und "Club"-Moderatorin und heute "SonntagsBlick"- Chefredaktorin, und Beatrice Müller (vgl. Bild unten), früher "Tagesschau"-Moderatorin und heute Inhaberin einer Kommunikationsagentur, haben sich symbolisch den Mund verschliessen lassen – und stehen damit für die Informationsfreiheit und für Reporter ohne Grenzen (ROG) ein.

Einsatz für die Sicherheit 
Der Welttag der Pressefreiheit existiert seit 1994. Er zeigt auf, dass Presse- und Informationsfreiheit immer wieder verletzt werden und dass ohne sie, ohne unabhängige und freie Medien, keine demokratische Gesellschaft möglich ist. Für diese Inhalte steht auch ROG. Die Organisation setzt sich weltweit für das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung, für die Sicherheit von Medienschaffenden und gegen Zensur ein.

In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 700 Medienschaffende getötet. Allein seit Anfang 2014 verloren 16 Journalisten und neun Netzaktivisten ihrer Arbeit wegen ihr Leben. 325 Journalisten und Netzaktivisten sind aktuell deswegen inhaftiert. Besonders gefährlich ist momentan die Arbeit von Journalisten in Syrien, Pakistan, Indien und auf den Philippinen. (pd)



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