09.07.2013

Tamedia

Keine "journalistische Batteriehaltung", aber gebrochene Nasen

Reaktionen der Mitarbeitenden zum Tamedia-Neubau.

Bei der offiziellen Eröffnung des Tamedia-Neubaus wurde von Verleger Pietro Supino immer wieder betont, dass das Wohlfühlen der Mitarbeitenden im Mittelpunkt bei der Konzeption des Holz-Glas-Werks stand. persoenlich.com hat sich umgehört und einige Personen aus dem Medienhaus befragt.

Für Res Strehle, den Chefredaktor des "Tages-Anzeigers", ist in erster Linie die Verbindung zwischen Neu- und Altbau wichtig. Die offenen Flächen der Grossraumbüros trügen zu einer unbeschränkten und raschen Kommunikation bei, während das alte Gebäude mit den Zweierbüros als Rückzugsort fungieren würde. Auch um die Konvergenz zwischen Online- und Printredaktion zu gewährleisten und zu vereinfachen, sei die Struktur des Gebäudes optimal.


Grossraumbüro des "Tages-Anzeigers".

Der grosse Newsroom diene als Nervenzentrum des "Tages-Anzeigers". Die Mitarbeitenden konnten die Räume denn auch mitgestalten, da nur der Grundriss vorgegeben war und die weitere Raumteilung besprochen wurde. Hie und da müsse noch etwas verändert werden, es sei in manchen Ecken zu laut, aber im Grossen und Ganzen sei etwas Grossartiges entstanden.


Versammlung der Tamedia-Mitarbeitenden zur  Eröffnung des Neubaus.


Aussicht auf die Sihl.

Auch Marco Boselli, Chefredaktor von "20 Minuten", ist glücklich über die neu bezogenen Räumlichkeiten. Der Newsroom des Gratisblattes sei so gestaltet, dass von "journalistischer Batteriehaltung" nichts zu spüren sei, die vielen Leute jedoch gut miteinander kommunizieren könnten. Der Bereich im Mansardenstock sei optimal für die tägliche Arbeit der Pendlerzeitungsmacher.


Oberster Stock gehört dem "20 Minuten"-Newsroom (Aufnahme vor dem Einzug). (Bild: Tamedia)


Geladene Gäste in der Front-row: In der Mitte Architekt Shigeru Ban.

Auf Nachfrage von persoenlich.com wissen auch die bereits eingezogenen Tamedia-Mitarbeitenden nur Gutes zu berichten. Die Atmosphäre sei sehr angenehm und locker, die Luft sei immer frisch und die Räume seien gemütlich und sowieso sei das Gebäude ein Augenschmaus.

Frontalkollisionen künftig vermeiden
Und wie steht es um die kursierenden Gerüchte über gebrochene Nasen und weiteren Kleinunfälle, verursacht durch die zahlreichen Glastüren und –scheiben? Davon weiss die Mehrheit der befragten Tamedia-Mitarbeitenden nichts. Kommunikationsleiter Christoph Zimmer bestätigt die Mutmassungen über gebrochene Nasen und andere Prellungen jedoch. Weiter berichtet er von anstehenden Änderungen am Bau: An die risikoreichen Glaswände werden Klebepunkte angebracht, um Frontalkollisionen künftig zu vermeiden.

Text und Bilder: Lea Friberg


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