22.09.2019

Sparmassnahmen

Keystone-SDA baut weitere Stellen ab

Der Verwaltungsrat rechnet damit, dass 800'000 Franken an Personalkosten eingespart werden müssen. Betroffen ist nicht nur die Redaktion. Nach wie vor gilt ein Einstellungsstopp.
Sparmassnahmen: Keystone-SDA baut weitere Stellen ab
Der Spardruck ist bei Keystone-SDA, hier der Hauptsitz in Bern-Wankdorf, weiterhin hoch. (Bild: Keystone/Gaëtan Bally)
von Christian Beck

Die Nachrichtenagentur Keystone-SDA schnallt den Gürtel noch enger. persoenlich.com weiss: Am Donnerstag wurde die Belegschaft über «Personalmassnahmen» informiert, nachdem der Verwaltungsrat das Rahmenbudget 2020 verabschiedete.

«Trotz der positiven Resonanz der Kunden zum neuen Tarifmodell und Erfolgen von Corporate Content, sind aus heutiger Sicht und mit dem heutigen Kenntnisstand Personalmassnahmen in der Grössenordnung von 800'000 Franken im 2020 unumgänglich», sagt Unternehmenssprecher Iso Rechsteiner auf Anfrage. Das würde geschätzt rund acht Vollzeitstellen entsprechen, wobei Keystone-SDA diese Zahl nicht bestätigten will.

Kunden beziehen weniger Angebote

Keystone-SDA gehe «von der realistischen Annahme» aus, dass die bestehenden Kunden die Verträge zwar erneuern würden, dabei aber auf das eine oder andere Angebotsmodul verzichten. «Dies vor allem deshalb, weil der Spardruck auf Kundenseite – wie beispielsweise Medienhäuser – weiterhin gross ist», so Rechsteiner. Für Keystone-SDA heisse das, dass sich das Stellenkontingent respektive die Kostenstruktur dem Umsatz anzupassen habe.

«Der genaue Sparbetrag wird dann festgesetzt, wenn alle Verträge unter Dach und Fach sind», so Rechsteiner weiter. Erst dann sei es möglich zu sagen, wo welche Anpassungen erfolgen würden. «Klar ist jedoch: Die Umsetzung der Sparmassnahme wird auf die Gesamtunternehmung verteilt. Es ist also nicht nur die Redaktion davon betroffen», so der beauftragte Sprecher. «Ziel ist es, die Massnahme soweit wie möglich über natürliche Fluktuation aufzufangen. Der grundsätzliche Einstellungsstopp gilt nach wie vor.» Der Dienst für die Kunden könne trotz Abbau weiter aufrechterhalten werden, heisst es seitens der Unternehmensleitung.



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